Das Urteil im Fall von Mette-Marits Sohn Marius wird am 15. Juni verkündet. Dies gab das zuständige Gericht am Dienstag bekannt. Der 27-Jährige war im vergangenen Jahr wegen mehrerer Delikte angeklagt worden, darunter Körperverletzung und Drogenbesitz. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von mehreren Monaten gefordert, während die Verteidigung auf Freispruch plädierte.
Hintergründe des Falls
Marius, der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin, war im April 2025 festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, in Oslo eine Schlägerei angezettelt und anschließend die Polizei behindert zu haben. Zudem fanden Ermittler bei einer Durchsuchung seiner Wohnung geringe Mengen an Marihuana. Der Prozess begann im Januar 2026 und zog großes Medieninteresse auf sich.
Reaktionen aus dem Königshaus
Das norwegische Königshaus hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Verfahren geäußert. Kronprinzessin Mette-Marit zeigte sich jedoch in den vergangenen Monaten mehrfach betroffen. Sie bat um Respekt für die Privatsphäre ihrer Familie. Experten erwarten, dass das Urteil weitreichende Folgen für das Ansehen der Monarchie haben könnte.
Der 15. Juni wird nun mit Spannung erwartet. Sollte Marius verurteilt werden, droht ihm eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten. Eine Bewährungsstrafe gilt ebenfalls als möglich. Die Verteidigung kündigte bereits an, im Falle einer Verurteilung in Berufung zu gehen.
Der Fall hat in Norwegen eine Debatte über die Privilegien der Königsfamilie ausgelöst. Viele Bürger fordern eine stärkere rechtliche Gleichbehandlung. Die Entscheidung des Gerichts wird daher nicht nur über das Schicksal von Marius entscheiden, sondern auch Signalwirkung haben.



