Schockierender Fund: Massengräber in der Nähe der WM-Arena in Guadalajara aufgedeckt
Ein Suchkollektiv in Guadalajara, Mexiko, hat offenbar mehrere Massengräber mit Hunderten Plastiksäcken voller Leichenteile entdeckt. Dies berichtet die spanische Zeitung »El País«. Die Fundstelle liegt weniger als 20 Kilometer von der Akron-Stadion entfernt, wo in wenigen Monaten vier Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen werden sollen.
Detaillierte Untersuchungen und erschütternde Zahlen
Das Kollektiv »Guerreros Buscadores de Jalisco«, das sich aus Angehörigen der über 100.000 in Mexiko Verschwundenen zusammensetzt, hat mindestens ein Dutzend Massengräber rund um das Stadion identifiziert. Allein in vier dieser Gräber fanden die Freiwilligen etwa 500 Säcke mit menschlichen Überresten. Bereits im Februar hatten Bauarbeiter in der Region ähnliche Entdeckungen gemacht, darunter Plastiktüten mit Leichenteilen auf Brachflächen.
Zwischen November 2024 und Januar 2025 wurden im Stadtteil Lomas del Refugio in Zapopan mindestens 100 weitere Säcke lokalisiert, ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur WM-Arena. Diese Funde werfen ein düsteres Licht auf die anhaltende Drogengewalt in Mexiko, die das Land seit Jahren heimsucht.
Eskalation der Gewalt nach dem Tod eines Drogenbosses
Die Entdeckungen erfolgten kurz nach einem gewaltsamen Ausbruch in der Region, der durch den Tod von Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als »El Mencho«, ausgelöst wurde. Er war der Anführer des mächtigen »Cartel Jalisco Nueva Generación« (CJNG). Nach seinem Tod kam es zu brennenden Autos, gestrichenen Flügen und Straßensperren, bei denen mindestens 73 Menschen ums Leben kamen.
Diese Ereignisse haben die Sorge vor einer neuen Gewaltwelle geschürt, gerade als die Fußball-WM vor der Tür steht. Guadalajara ist einer der drei Austragungsorte in Mexiko, und sowohl Südkorea als auch Kolumbien planen dort ihre Trainingscamps. Die FIFA Trophy Tour, die für das Megaevent wirbt, ist bereits in der Stadt zu Gast.
Reaktionen von Behörden und FIFA
Trotz der alarmierenden Funde zeigen sich offizielle Stellen optimistisch. FIFA-Boss Gianni Infantino betonte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass alles reibungslos verlaufe und fantastisch werden werde. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum versicherte, die Lage sei unter Kontrolle und alle Sicherheitskräfte seien bereit, um Frieden und Ruhe wiederherzustellen. Sie betonte, dass für die Fans kein Risiko bestehe.
Allerdings bleibt die Frage, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die tief verwurzelte Drogenmafia zu bekämpfen. Experten warnen, dass der Erfolg nur von Dauer sein kann, wenn auch die Korruption in den eigenen Reihen angegangen wird. Die Entdeckung der Massengräber unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer umfassenden Sicherheitsstrategie, um die WM vor weiteren Zwischenfällen zu schützen.



