Blutiger Streit in München-Laim
Am Sonntagabend, dem 11. Mai, kam es in einer Wohnung im Münchner Stadtteil Laim zu einem heftigen Streit zwischen einer 28-jährigen Deutsch-Kroatin und einem 38-jährigen Mann. Die Auseinandersetzung eskalierte derart, dass die Frau dem Mann mit einem noch unbekannten Gegenstand Stich- und Schnittverletzungen am Oberkörper zufügte. Der Vorfall ereignete sich in einer Wohnung, die weder dem Mann noch der Frau gehört, sondern einem gemeinsamen Bekannten. Die Hintergründe des Streits sowie die genaue Beziehung zwischen den Beteiligten sind derzeit noch unklar.
Der verletzte Mann alarmierte selbst den Rettungsdienst und schleppte sich blutend ins Treppenhaus des Mehrparteienhauses. Dort wurde er von den Rettungskräften aufgefunden. Kurz darauf brach der 38-Jährige zusammen und musste umgehend in eine Klinik gebracht werden. Dort wurde er auf der Intensivstation notversorgt. Nach Angaben der Polizei schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr, doch die Verletzungen waren zunächst lebensbedrohlich.
Mordkommission ermittelt wegen versuchter Tötung
Die Münchner Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen und geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die 28-jährige Frau wurde noch am Tatort festgenommen. Sie soll im Laufe des Montags einem Richter vorgeführt werden, der über die Haftfrage entscheiden wird. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die Hinweise zum Tathergang oder zum Motiv geben können. Besonders die ungewöhnliche Situation, dass die Tat in einer fremden Wohnung stattfand, wirft Fragen auf, die derzeit noch nicht beantwortet werden können.
Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Gewalttaten im Beziehungsumfeld, die in München immer wieder für Aufsehen sorgen. Die Behörden appellieren an Betroffene von häuslicher Gewalt, frühzeitig Hilfe zu suchen und sich an Beratungsstellen zu wenden.



