Eiskalter Sturz in die Isar: Münchner Feuerwehr rettet jagenden Weimaraner
Ein dramatischer Einsatz spielte sich am Donnerstagvormittag am Oberföhringer Isarwehr in München ab. Ein junger Weimaraner geriet bei einem missglückten Jagdversuch in Lebensgefahr und musste von der Feuerwehr aus den eiskalten Fluten der Isar geborgen werden.
Jagdtrieb führt zu gefährlichem Sprung
Während eines gewöhnlichen Spaziergangs mit seiner Besitzerin entdeckte der schwarze Vierbeiner eine Taube in der Nähe des Isarwehrs. Sein angeborener Jagdtrieb siegte über jede Vernunft – der Hund riss sich los und nahm die Verfolgung auf. An der Brüstung der Wehranlage machte er nicht halt, sondern sprang mutig, aber unbedacht der Taube hinterher.
Der Sturz endete etwa sechs Meter tiefer in der Isar, deren Wasser zu dieser Jahreszeit nur etwa acht Grad Celsius misst. Die Taube entkam unversehrt, während der Hund sich erschrocken und durchkältet auf einen Vorsprung des Isarwehrs rettete. Besorgte Passanten konnten die aufgebrachte Besitzerin gerade noch davon abhalten, selbst ins Wasser zu springen, um ihren treuen Begleiter zu retten.
Professionelle Rettung durch spezialisierte Kräfte
Die alarmierte Feuerwehr München setzte umgehend speziell ausgebildete Strömungsretter ein. Ein Feuerwehrmann, gesichert durch eine Leine, schwamm zu dem verängstigten Tier auf dem Wehrvorsprung. Nach einer kurzen Kennenlernphase, in der sich Mensch und Hund vorsichtig beschnupperten, trat der Retter mit dem Vierbeiner den Rückweg zum Ufer an.
Der Feuerwehrsprecher beschrieb die Situation anschaulich: "Entsetzt über sein Scheitern und die Konfrontation mit der kalten Isar hatte sich der Hund auf den Vorsprung gerettet. Unsere Strömungsretter konnten ihn professionell bergen."
Glückliches Ende für alle Beteiligten
An Land angekommen, konnte der unverletzte Weimaraner in die freudigen Arme seiner Besitzerin übergeben werden. Bei dem gesamten Einsatz wurde niemand verletzt – weder Mensch noch Tier. Über den weiteren Verbleib der ursprünglich gejagten Taube liegen der Feuerwehr keine Informationen vor.
Dieser Einsatz unterstreicht einmal mehr die Bedeutung speziell geschulter Rettungskräfte für ungewöhnliche Notfälle. Die Münchner Feuerwehr bewies mit ihrer professionellen Reaktion, dass sie auch für die Rettung von Tieren in gefährlichen Gewässersituationen bestens vorbereitet ist.



