Dessous-Model muss sich wegen schwerer Betrugsvorwürfe vor Gericht verantworten
Adva Lavie, eine 28-jährige ehemalige Soldatin der israelischen Armee, die später als Dessous-Model und Influencerin bekannt wurde, steht aktuell im Zentrum eines aufsehenerregenden Gerichtsverfahrens. Laut der Staatsanwaltschaft in Los Angeles soll sie sich über Dating-Apps das Vertrauen wohlhabender Männer erschlichen haben, um diese anschließend systematisch zu bestehlen und zu betrügen. Ihr wird vorgeworfen, zwischen 2023 und 2025 in mehreren Fällen schwerer Verbrechen involviert gewesen zu sein.
Luxuriöses Jetset-Leben als Täuschungsmanöver
In den sozialen Medien präsentierte sich Lavie mit über 500.000 Followern als Teil einer glamourösen Welt, voller Luxus und exklusiver Reisen. Dieses inszenierte Image nutzte sie laut Anklage gezielt als Köder, um ihre Opfer anzulocken. Mit wechselnden Alias-Namen wie „Mia Ventura“, „Shoshana“ oder „Shana“ baute sie Beziehungen zu älteren, vermögenden Männern und auch zu jungen Frauen auf. Sie gab sich als Freundin und Reisebegleiterin aus, um Vertrauen zu gewinnen.
Ein schwarzer Porsche Macan diente dem Model dabei als vermeintlicher Beweis für ihren wohlhabenden Lebensstil. Doch hinter der Fassade des Luxus verbarg sich ein kriminelles System: Nachdem sie das Vertrauen ihrer Bekanntschaften gewonnen hatte, brach sie laut Ermittlern in deren Wohnungen in Westlake Village, West Hollywood, Los Angeles und Beverly Hills ein. Gestohlen wurden Bargeld, Kreditkarten, Goldbarren und hochwertige Designerstücke.
Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe
Bezirksstaatsanwalt Nathan J. Hochman aus Los Angeles erklärte: „Im Prozess werden wir zweifelsfrei beweisen, dass die Angeklagte das durch Online-Beziehungen aufgebaute Vertrauen ausgenutzt hat, um sich Zugang zu den Wohnungen ihrer Opfer zu verschaffen und sie zu bestehlen.“ Die Anklage umfasst sechs Punkte wegen schwerer Verbrechen, und Lavie droht eine Haftstrafe von bis zu elf Jahren und acht Monaten.
Hochman betonte weiter: „Ihre Fähigkeit, andere – ob persönlich oder online – auf betrügerische Weise zu beeinflussen, hat nun ein Ende. Unsere Behörde wird jeden zur Rechenschaft ziehen, der Täuschung und Manipulation einsetzt, um andere auszubeuten.“ Der Prozess gegen Lavie, die aus wohlhabenden Verhältnissen stammen soll, ist für den 6. April angesetzt.
Model bestreitet alle Vorwürfe und trägt Fußfessel
Bis zum Beginn des Gerichtsverfahrens bleibt Adva Lavie auf freiem Fuß, muss jedoch eine elektronische Fußfessel tragen. Sie hat alle gegen sie erhobenen Vorwürfe entschieden bestritten. Die Ermittlungen der Behörden zeigen jedoch ein detailliertes Bild der mutmaßlichen Taten, die sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erstreckten und mehrere Opfer betrafen.
Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken von Online-Dating und die Manipulation durch sozialen Medien. Die Kombination aus inszeniertem Luxusleben und gezielter Täuschung über digitale Plattformen stellt eine neue Herausforderung für Strafverfolgungsbehörden dar. Die Öffentlichkeit und potenzielle Nutzer von Dating-Apps werden nun aufmerksam die Entwicklungen im Prozess verfolgen.



