Schwerer Verkehrsunfall in Demmin: Moped-Kollision verletzt Jugendliche schwer
Ein tragischer Verkehrsunfall hat am Montag, dem 2. März, auf der Kahldenstraße in Demmin für Aufregung gesorgt. Gegen 17.45 Uhr waren mehrere Jugendliche mit ihren Mopeds unterwegs, als es zu einer folgenschweren Kollision kam. Die Polizei, ein Notarzt und Rettungswagen mussten umgehend anrücken, um die Verletzten zu versorgen.
Polizeibericht: Unfallhergang mit unklarer Schuldfrage
Laut aktuellen Ermittlungen der Polizei befuhren zwei Leichtkrafträder hintereinander den rechten Fahrstreifen der Kahldenstraße. Gleichzeitig bewegte sich ein bislang unbekannter Pkw auf dem linken Fahrstreifen. Zeugen berichteten, dass der Fahrer des Pkw einen Fahrstreifenwechsel nach rechts andeutete. Der 17-jährige Fahrer des vorderen Mopeds verringerte daraufhin aus Sorge, übersehen zu werden, seine Geschwindigkeit.
Der 16-jährige Fahrer des nachfolgenden Mopeds bemerkte diese Geschwindigkeitsreduzierung zu spät und fuhr auf das vor ihm fahrende Fahrzeug auf. Beide Mopeds kamen von der Fahrbahn ab, wobei das hintere Moped zusätzlich in den Unterstand der Bushaltestelle an der Zille-Schule prallte. Der 16-jährige Fahrer erlitt leichte Verletzungen, während seine 15-jährige Sozia schwer verletzt wurde und ins Kreiskrankenhaus Demmin gebracht werden musste.
Fahrerflucht und Zeugensuche: Polizei ermittelt intensiv
Besonders brisant: Der Fahrer des beteiligten Pkw reagierte laut Polizeiangaben nicht auf den Unfall. Er blieb in seiner Spur und setzte seine Fahrt unvermittelt fort. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht dringend nach Zeugen, die Angaben zum Unfallgeschehen oder zu dem unbekannten Pkw machen können.
Interessierte Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeihauptrevier Demmin unter der Telefonnummer 03998 254224 oder über die Internetwache zu melden. An der Bushaltestelle und den beteiligten Fahrzeugen entstand nach Polizeischätzungen ein Gesamtschaden von etwa 4000 Euro.
Soziale Medien: Hitzige Debatte über Schuld und Vorurteile
Der Unfall löste in den sozialen Netzwerken eine lebhafte und kontroverse Diskussion aus. Während einige ältere Nutzer die Fahrweise der Jugendlichen kritisierten – mit Kommentaren wie „So wie die immer hier rumballern, kein Wunder“ –, äußerten sich betroffene Jugendliche enttäuscht über pauschale Verurteilungen.
Ein junges Mädchen schrieb: „Nur Vorurteile gibt es hier, immer schön die Jugend runtermachen.“ Andere Nutzer dankten den Ersthelfern und wünschten den Verletzten gute Besserung. Ein junger Mann kommentierte: „Gute Besserung den beiden und gute Genesung und für die Zukunft allzeit gute Fahrt.“
Die Polizei betont, dass die Ermittlungen noch andauern und bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise. Die genaue Schuldfrage bleibt vorerst ungeklärt, während die Diskussion in der Öffentlichkeit weiterhin emotional geführt wird.



