Mordfall Amy Lopez: Nach über drei Jahrzehnten DNA-Beweise führen zu Festnahme
Bei einer Pressekonferenz in Koblenz haben Ermittler neue Details zu dem mehr als 30 Jahre alten Mordfall der US-amerikanischen Touristin Amy Lopez bekannt gegeben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz geht davon aus, dass der Tatverdächtige aus sexuellen Motiven handelte. Mario Mannweiler von der Staatsanwaltschaft Koblenz erklärte, die 24-jährige Frau sei bei der Auffindung im Jahr 1994 im unteren Körperbereich nicht mehr bekleidet gewesen. „Der Slip fehlte“, so Mannweiler, wobei vermutet wird, dass der Täter diesen als Trophäe mitgenommen habe.
Brutale Tat mit mehreren Gewalteinwirkungen
Die Ermittler schilderten eine besonders grausame Tat. Amy Lopez wurde während des Überfalls sexuell missbraucht, stranguliert und mit einem Stein gegen den Kopf geschlagen. Zudem traktierte der Täter sie mit mehreren Messerstichen, an denen sie schließlich verstarb. Diese Gewalttat blieb über viele Jahre unaufgeklärt, da von dem Täter jede Spur fehlte. Der Fall entwickelte sich zu einem klassischen Cold Case, der die Behörden jahrzehntelang beschäftigte.
Moderne Methoden bringen Durchbruch in der Ermittlung
Im Jahr 2024 kam es zu einem entscheidenden Wendepunkt. Bei der Überarbeitung des Falls mit modernen forensischen Methoden wurden männliche DNA-Spuren an Asservaten entdeckt, die bisher nicht analysiert werden konnten. Diese neuen Erkenntnisse führten schließlich vor wenigen Tagen zur Festnahme eines mittlerweile 81 Jahre alten Deutschen in seiner Wohnung in der Nähe von Koblenz. Der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen.
Nach Angaben von Mario Mannweiler hat sich der Festgenommene bisher nicht zu der Tat geäußert. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um weitere Beweise zu sichern und die genauen Umstände der Tat von 1994 vollständig aufzuklären. Dieser Fall unterstreicht, wie moderne Technologien auch bei jahrzehntealten Verbrechen noch zu entscheidenden Fortschritten führen können.



