Mordfall Fabian: Güstrow schockiert über grausame Details der Anklage
Mordfall Fabian: Güstrow schockiert über Anklage-Details

Mordfall Fabian: Güstrow schockiert über grausame Details der Anklage

In Güstrow, der Heimatstadt des ermordeten achtjährigen Fabian, war die Anklageerhebung am Montag sofort das beherrschende Gesprächsthema. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die 29-jährige Tatverdächtige erhoben, die seit November in Untersuchungshaft sitzt. Gegen sie besteht der hinreichende Verdacht des heimtückischen Mordes.

Grausame Details der Tat werden bekannt

Der achtjährige Fabian war am 14. Oktober tot neben einem kleinen Tümpel nahe Klein Upahl aufgefunden worden - entdeckt von der Ex-Freundin des Vaters. Schnell geriet die 29-Jährige selbst ins Visier der Ermittler und wurde am 6. November in ihrem Wohnort festgenommen.

Die Nachricht von der Anklage holt jetzt die ganzen schrecklichen Details des Mordes wieder hervor. „Mir hatte das gleich am Montagvormittag ein Bekannter in der Güstrower Innenstadt erzählt“, sagt Kerstin Wegner. „Ich kann mir solch eine schreckliche Tat gar nicht vorstellen.“

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Das Entsetzen nach dem Verschwinden des Achtjährigen und dem Fund seiner Leiche war in den vergangenen Monaten zwar etwas abgeklungen, berichtet die Güstrowerin. Doch jetzt ist es mit voller Wucht zurückgekehrt. Die Staatsanwaltschaft ließ am Montag wissen:

  • Mindestens sechs Messerstiche in den Oberkörper
  • Der leblose Körper soll mit Brandbeschleuniger angezündet worden sein

Bevölkerung hofft auf Klarheit durch Prozess

Trotz der Monate, die seit Bekanntwerden der Tat vergangen sind, bleibt der Fall Fabian Gesprächsstoff in Güstrow. „Wir warten alle auf eine Entscheidung“, sagt eine anonym bleibende Güstrowerin. „Es ist nun vor allem wichtig, dass Klarheit in den Fall kommt, damit das alles mal ein Ende hat.“

Ein 74-jähriger Mann, der ebenfalls anonym bleiben möchte, verfolgte den Fall in den vergangenen Monaten aufmerksam. „Es sind wohl Hunderte Indizien zusammengekommen“, äußert er. Er zweifle nicht an der Verurteilung der Angeklagten.

Kirchgemeinde steht zusammen

In der Güstrower Pfarrgemeinde, wo in der Kirche am Markt mehrere Trauergottesdienste stattfanden, kommt das Thema in Gesprächen immer wieder hoch. Pastor Jens-Peter Schulze berichtet, wie die Menschen in Güstrow und Umgebung die Tat bewältigen konnten.

„Wir haben zusammengestanden“, sagt der Pastor. „Wir haben uns nicht weggeduckt. Das hat geholfen.“ In all den Monaten hatte er nicht das Gefühl, alleine zu sein. Die Pfarrgemeinde mit ihren Mitarbeitern und Helfern erhält immer noch viele Dankesbekundungen für ihr Engagement.

Hoffnung auf zeitnahen Prozess

Auch in Reimershagen, dem Wohnort der Angeklagten, wurde die neue Entwicklung genau verfolgt. Die Aufregung hatte sich hier in den vergangenen Monaten schon etwas gelegt. Jetzt hofft man im Dorf, dass der Prozess zeitnah beginnt und mit einem Urteil endet, das allen Klarheit bringt.

Kerstin Wegner meint, dass die Anklageerhebung in der Bevölkerung wieder viele Emotionen wecken könnte. Die schrecklichen Details der Tat lassen das Entsetzen in Güstrow und Umgebung neu aufflammen, während gleichzeitig die Hoffnung auf einen schnellen Prozess und endgültige Aufklärung wächst.

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