Im Landkreis Gifhorn sind in der Nacht zu Dienstag junge Pferde in Panik von einer Koppel geflohen. Der Besitzer vermutet, dass ein Wolfsrudel die Tiere aufgeschreckt hat. Ein Jagdpächter informierte ihn am Morgen über eine Wildkamera, die Wölfe in etwa 250 Metern Entfernung zur Pferdeweide aufgezeichnet hatte, wie der Pferdehalter der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zuvor hatte die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet.
Keine Beweise, aber Unruhe in den letzten Tagen
Der Pferdehalter räumte ein, dass er nicht beweisen könne, dass seine jungen Pferde tatsächlich von Wölfen aufgeschreckt wurden. Allerdings seien die Tiere seit drei Wochen auf der Weide und in den vergangenen Tagen bereits etwas unruhig gewesen. Nach dem Vorfall stehen die Pferde nun zunächst wieder im Stall.
Polizei bestätigt Ausbruch und Verletzungen
Der Besitzer wurde in der Nacht von der Polizei informiert, dass seine Pferde in Panik von der Koppel ausgebrochen waren. Alle Tiere konnten wieder eingefangen werden, einige erlitten jedoch erhebliche Verletzungen. Ein Tierarzt hat die Erstversorgung übernommen. Auch Vertreter der Landwirtschaftskammer wollen den Hof besuchen. Eine Polizeisprecherin in Gifhorn bestätigte den Ausbruch, konnte jedoch nicht bestätigen, dass Wölfe die Panik ausgelöst hatten.
Bislang nur Einzelwölfe in der Region
„Bislang haben wir nur Einzelwölfe hier gesehen“, sagte der Pferdehalter. Er selbst habe bereits einen Wolf am Dorfrand beobachtet. In der Nähe seien schon Schafe gerissen worden, aber noch keine Pferde. Einen speziellen Wolfszaun besitzt er nicht. „Das können wir uns ehrlich gesagt nicht leisten, weil wir das selbst bezahlen müssten“, erklärte er. Eine Förderung durch das Land gebe es nur, wenn in der Nähe bereits ein Pferd gerissen wurde.



