Ausgebüxte Pferde legen Bahnverkehr bei Bautzen lahm: Polizei und Hubschrauber im Einsatz
In der Nähe von Bautzen sind knapp zwanzig Pferde aus einer Koppel in der Gemeinde Göda ausgebüxt und haben damit für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Tiere galoppierten am Donnerstag in verschiedene Richtungen davon und legten zwischenzeitlich sogar den Bahnverkehr lahm.
Chaotische Flucht durch Straßen und Gleise
Die Pferde liefen über die Zugstrecke Dresden-Görlitz, die Bundesstraßen B6 und B96 sowie durch das Stadtgebiet von Bautzen. Die Polizei teilte mit, dass die Zugstrecke zwischen Dresden und Görlitz für anderthalb Stunden gesperrt werden musste, um Unfälle zu verhindern. Autofahrer und Bahnreisende wurden durch das ungewöhnliche Hindernis aufgehalten, während die Tiere unkontrolliert durch die Gegend streiften.
Großangelegte Suchaktion mit Hubschrauber
Bei der Suche nach den ausgebüxten Pferden war auch ein Hubschrauber der Polizei im Einsatz, um die Tiere aus der Luft zu lokalisieren. Nach etwa zwei Stunden konnten alle Pferde wieder eingefangen werden. Die meisten wurden in der Nähe der Ställe gefunden, aber einige hatten sich deutlich weiter östlich in Bautzen und im benachbarten Großpostwitz verirrt.
Gesundheitscheck und ungeklärte Fluchtursache
Ein Tierarzt untersuchte die eingefangenen Pferde auf Verletzungen. Zwei Tiere erlitten dabei offenbar leichtere Verletzungen, die jedoch nicht lebensbedrohlich sind. Wie die Pferde von der Koppel in Göda entkamen, bleibt zunächst unklar. Die Polizei ermittelt weiter zu den Umständen des Ausbruchs, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen, die entlaufene Nutztiere für die öffentliche Sicherheit und den Verkehr darstellen können. Die schnelle Reaktion der Polizei und die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden halfen, die Situation ohne schwerwiegende Folgen zu bewältigen.



