Ein Physiotherapeut aus Baden-Württemberg muss sich erneut vor Gericht verantworten. Der 54-Jährige bestreitet die Vorwürfe, eine Patientin während der Behandlung sexuell missbraucht zu haben. Vor dem Landgericht Ellwangen erklärte der Angeklagte: „Ich bin von den Anschuldigungen erschüttert.“ Seine Anwältin betonte, die Behandlung sei ausschließlich professionell gewesen.
Vorwürfe der Staatsanwaltschaft
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Therapeuten vor, die Patientin während mehrerer Sitzungen intim berührt zu haben. Laut Anklage soll er mit den Fingern in sie eingedrungen sein und Oralverkehr an ihr ausgeführt haben. Der Vorsitzende Richter stellte bereits zu Beginn der Verhandlung klar, dass auch der Tatbestand einer Vergewaltigung infrage kommen könnte.
Zweites Verfahren gegen den Therapeuten
Es ist bereits das zweite Verfahren gegen den 54-Jährigen, der nach eigenen Angaben vor allem als Kindertherapeut in Bad Mergentheim südlich von Würzburg tätig ist. Vor gut einem Jahr wurde er vom Amtsgericht Bad Mergentheim in einem ähnlichen Fall zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Diese Entscheidung ist jedoch nicht rechtskräftig, da sich das Landgericht Ellwangen auch mit diesem Vorgang in einem Berufungsverfahren befassen wird.
Der Prozess wird voraussichtlich mehrere Tage dauern. Die Verteidigung kündigte an, Zeugen zu laden, um die Unschuld des Angeklagten zu belegen. Die Staatsanwaltschaft hält an den Anschuldigungen fest und fordert eine angemessene Strafe.



