Polizei ermittelt gegen afghanischen Praktikanten nach Vorfall in Düsseldorfer Grundschule
Die Polizei in Düsseldorf ermittelt gegen einen 18-jährigen afghanischen Praktikanten, der sich in einer Grundschule exhibitionistisch verhalten haben soll. Der Vorfall ereignete sich an der Brehm-Schule in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt und sorgt für erhebliche Aufregung unter Eltern und Schulpersonal.
Exhibitionistische Handlung vor Grundschulkind
Laut Ermittlungen soll der junge Mann am 9. März 2026 in der Nachmittagsbetreuung der Brehm-Schule eine exhibitionistische Handlung begangen haben. In einem unbeobachteten Moment an einem Waschbecken im Klassenzimmer soll er vor den Augen eines Kindes seinen erigierten Penis berührt haben. Eine anwesende Lehrerin bekam von dem Vorfall zunächst nichts mit, da sie den Kindern gerade einen Film zeigte.
Das betroffene Kind berichtete später seinen Eltern von dem verstörenden Erlebnis. Daraufhin erließ die Schulleitung umgehend ein Hausverbot gegen den Praktikanten, der die Schule seitdem nicht mehr betreten darf.
Frühere Belästigung einer Lehrerin kommt ans Licht
Durch den Vorfall am Waschbecken erinnerte sich dieselbe Lehrerin an eine frühere Begegnung mit dem Praktikanten. Bereits am 6. März soll der 18-Jährige sie an den Po gefasst haben. Die Pädagogin ging zunächst von einer unabsichtlichen Berührung aus, ordnete die Situation nach dem zweiten Vorfall jedoch anders ein und erstattete Anzeige.
Ein Polizeisprecher erklärte dazu: „Leider erleben wir bei Delikten an Schulen häufiger, dass sich die Einrichtungen zurückhalten. In diesem Fall hat die mutige Lehrerin die Initiative ergriffen und die Vorfälle zur Anzeige gebracht.“
Polizeiliche Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Polizei durchsuchte die Wohnung des jungen Afghanen und beschlagnahmte sein Mobiltelefon zur weiteren Auswertung. Bei seiner Vernehmung räumte der Beschuldigte ein, die Lehrerin am Po berührt zu haben. Da es sich bei dem Mann um einen Asylbewerber handelt, nahm die Polizei Kontakt mit der Ausländerbehörde auf.
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigte die laufenden Ermittlungen, wollte sich jedoch aufgrund des jugendlichen Alters der Beteiligten nicht zu Einzelheiten äußern. Das geplante dreiwöchige Praktikum des jungen Mannes wurde umgehend beendet.
Schulaufsicht und Bezirksregierung informiert
Eine Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf bestätigte, dass der Vorfall durch den Anruf eines besorgten Vaters bekannt geworden sei. Die Schulaufsicht wurde umgehend informiert und begleitet den weiteren Prozess. Die Lehrerin, die beide Vorfälle zur Anzeige gebracht hatte, sollte eigentlich diese Woche erneut bei der Polizei aussagen, musste ihren Termin jedoch aufgrund plötzlicher Erkrankung absagen.
Die Ermittlungen dauern an, während die Schule Maßnahmen zur Aufarbeitung des Vorfalls und zum Schutz der Schülerinnen und Schüler ergreift. Eltern wurden über den Vorfall informiert und erhalten psychologische Unterstützungsangebote für betroffene Kinder.



