Polizei in Mecklenburg-Vorpommern intensiviert Alkohol- und Drogenkontrollen im März
Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat für den gesamten Monat März eine verstärkte Überwachung des Straßenverkehrs angekündigt. Im Fokus stehen dabei insbesondere Alkohol-, Drogen- und Medikamenteneinfluss am Steuer. Diese Maßnahme erfolgt als Reaktion auf die alarmierenden Unfallzahlen der vergangenen Jahre, bei denen berauschende Substanzen eine zentrale Rolle spielten.
Kontrollen in allen Regionen des Bundeslandes
Die acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock werden den gesamten März über sowohl stationäre als auch mobile Kontrollen durchführen. Den Auftakt bildete eine Kontrolle im Bereich der Polizeiinspektion Stralsund. Fahren unter Alkoholeinfluss zählt nach wie vor zu den häufigsten Unfallursachen in Mecklenburg-Vorpommern, wie die Polizei in einer aktuellen Mitteilung betonte.
Geltende Grenzwerte für verschiedene Verkehrsteilnehmer
Für Autofahrer und Nutzer von E-Scootern gilt: Ein Wert von 0,5 Promille stellt bereits eine Ordnungswidrigkeit dar. Für Fahranfänger in der Probezeit herrscht ein striktes Alkoholverbot. Ab einem Wert von 1,1 Promille gilt man sowohl auf dem E-Scooter als auch mit dem Auto als absolut fahruntüchtig, was stets eine Straftat darstellt.
Bei Fahrradfahrern liegt die geltende Promillegrenze bei 1,6 Promille – ab diesem Wert ist man absolut fahruntüchtig und begeht eine Straftat. Bereits bei 0,3 Promille kann es strafbar sein, wenn Ausfallerscheinungen wie das Fahren in Schlangenlinien hinzukommen.
Für Cannabis gelten spezielle Regelungen: Wer jünger als 21 Jahre ist oder sich in der Probezeit befindet, unterliegt einem absoluten Cannabisverbot am Steuer. Für alle anderen gilt ein gesetzlicher Grenzwert von 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum. Der Mischkonsum von Cannabis und Alkohol ist grundsätzlich verboten.
Alarmierende Unfallstatistiken unterstreichen die Notwendigkeit
Im Jahr 2024 ereigneten sich in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 700 Unfälle allein aufgrund von Fahren unter Alkoholeinfluss. Für das Jahr 2025 deuten vorläufige Zahlen auf ein ähnlich hohes Niveau hin. Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss lag 2024 bei über 100.
Auch die Anzahl der festgestellten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten ohne Verkehrsunfall – also bei Verkehrsteilnehmern, die unter dem Einfluss von Drogen, Alkohol und/oder Medikamenten angehalten wurden – bleibt im gesamten Bundesland jährlich auf einem besorgniserregend hohen Niveau. Diese Zahlen verdeutlichen, warum die Polizei ihre Kontrollaktivitäten in diesem Bereich deutlich intensiviert.
Die verstärkten Kontrollen im März sollen nicht nur zur Aufklärung von Verstößen beitragen, sondern auch präventiv wirken und das Bewusstsein für die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr schärfen. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, verantwortungsvoll zu handeln und auf den Konsum berauschender Substanzen vor der Fahrt konsequent zu verzichten.



