Polizei untersucht mögliche Verbindung zwischen Gewalttaten in Stuttgart
Die Kriminalpolizei in Stuttgart prüft derzeit, ob es einen Zusammenhang zwischen zwei Gewalttaten in der Landeshauptstadt gibt. Dies teilte ein Polizeisprecher mit, nachdem zunächst im Dezember Schüsse auf einem Spielplatz fielen und nun im Februar ein weiterer junger Mann verletzt wurde.
Erster Vorfall im Dezember: Schüsse auf Spielplatz
Mitte Dezember ereignete sich ein schwerwiegender Vorfall auf einem Spielplatz im Stadtteil Weilimdorf. Ein 16-jähriger Jugendlicher wurde durch Schussabgaben schwer verletzt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, sperrte den Spielplatz ab und sicherte Spuren. Nach umfangreichen Ermittlungen durchsuchten Beamte die Wohnungen von zwei Verdächtigen in Stuttgart-Feuerbach und Gerlingen. Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz nahmen die beiden fest. Der 16-jährige Deutsche wurde direkt dem Haftrichter vorgeführt, während der 18-Jährige zunächst wieder freikam.
Laut Polizeiangaben soll sich ein Streit zwischen zwei Gruppen auf dem Spielplatz entzündet haben, bei dem mehrere Schüsse fielen. Der schwer verletzte Junge wurde später am Nordbahnhof, etwa sieben Kilometer entfernt, gefunden. Die Hintergründe der Tat sind bisher unklar, und die Polizei machte keine Angaben zu den Beteiligten oder wie der Jugendliche zum Nordbahnhof gelangte.
Zweiter Vorfall im Februar: Mann mit Schnittverletzungen
Anfang Februar kam es zu einer weiteren mysteriösen Gewalttat im selben Teilort Stuttgarts. Passanten fanden einen 22-jährigen Mann, der mit Schnittverletzungen auf einem Stein saß. Der Mann bat um Hilfe, woraufhin die Passanten Rettungskräfte verständigten. Die Polizei geht von einer Gewalttat aus, doch der 22-Jährige schweigt sich über den Vorfall aus.
Ermittlungen der Kriminalpolizei
Ein Polizeisprecher erklärte, dass die Kriminalpolizei prüft, ob es Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen gibt. Nach aktuellem Stand liegen keine Hinweise auf eine Verbindung vor, aber die Ermittlungen werden fortgesetzt. Die Stuttgarter Zeitung hatte zuerst über diese Prüfung berichtet.
Die Polizei betont, dass trotz der räumlichen Nähe und der ähnlichen Opferprofile – junge Männer – bisher keine konkreten Verbindungen festgestellt wurden. Die Ermittler arbeiten weiter daran, die Hintergründe beider Vorfälle aufzuklären und mögliche Täter zu identifizieren.
Die Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten, falls sie Informationen zu den Vorfällen hat. Die Polizei versichert, dass alle Hinweise vertraulich behandelt werden und zur Aufklärung beitragen können.



