Polizei warnt vor Erpressung mit Nacktbildern: Mann (60) aus Gifhorn wehrt sich
Polizei warnt: Mann mit Nacktbild erpresst - wehrt sich

Polizei warnt vor Erpressung mit Nacktbildern: Mann (60) aus Gifhorn wehrt sich

Die Polizei in Niedersachsen warnt eindringlich vor einer gefährlichen Erpressungsmasche im Internet. Ein 60-jähriger Mann aus dem Landkreis Gifhorn wurde mit einem intimen Foto von sich erpresst. Der Täter forderte zunächst 5000 Euro, um das Bild nicht im Netz zu veröffentlichen. Um den Druck zu erhöhen, bot der Erpresser sogar eine Ratenzahlung an – doch der Geschädigte blieb standhaft und erstattete Anzeige.

Vom harmlosen Chat zur Erpressung

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, begann der Kontakt über die Plattform TikTok. Eine angebliche Frau schrieb den 60-Jährigen an und unterhielt sich zunächst über alltägliche Themen. Nach kurzer Zeit schlug die Chat-Partnerin vor, die Unterhaltung auf WhatsApp fortzusetzen, worauf der Mann einstieg.

Am folgenden Tag wurde der Chat zunehmend anzüglicher: Die vermeintliche Frau übersandte schließlich ein Nacktbild und forderte den 60-Jährigen auf, ebenfalls ein entsprechendes Foto von sich zu schicken. Als der Mann diesem Wunsch nachkam, meldete sich plötzlich ein anderer Nutzer.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Erpresser bietet Ratenzahlung an

Ein Mann erklärte, dass es die angebliche Frau nie gegeben habe, und forderte von dem Geschädigten 5000 Euro. Andernfalls würden die erhaltenen Nacktbilder im Internet veröffentlicht werden. Doch der Niedersachse blieb standhaft und zahlte keinen Cent.

Weil das Opfer nicht auf die Forderung einging, reduzierte der Täter die verlangte Summe schrittweise. Der Erpresser versuchte mit der Ratenzahlungsoption zusätzlichen Druck aufzubauen, doch der 60-Jährige erstattete stattdessen umgehend Anzeige bei der Polizei.

So schützen Sie sich vor Erpressung im Netz

Die Polizei gibt wichtige Sicherheitsempfehlungen:

  • Vorsicht bei Kontaktanfragen von Unbekannten in sozialen Netzwerken
  • Keine persönlichen Informationen wie Anschrift, Telefonnummer oder Arbeitgeber nennen
  • Keine intimen Fotos oder Videos an Personen versenden, die nur über das Internet bekannt sind
  • Geräte mit aktuellen Sicherheits- und Virenschutzprogrammen verwenden
  • Jugendliche offen über mögliche Gefahren im Internet aufklären

Was tun, wenn man Opfer wird?

Wer Opfer einer solchen Erpressung wird, sollte auf keinen Fall Geld zahlen. Stattdessen rät die Polizei dringend:

  1. Beweise wie Screenshots von Chatverläufen sichern
  2. Den Kontakt zum Erpresser sofort abbrechen
  3. Sich umgehend an die Polizei wenden und Anzeige erstatten

Die Beamten betonen, dass nur durch konsequente Anzeigenerstattung solche Straftaten effektiv bekämpft werden können. Der Fall aus Gifhorn zeigt, dass Standhaftigkeit und schnelles Handeln die beste Verteidigung gegen Internet-Erpresser sind.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration