Polizei warnt vor bewaffnetem Entführer in Nordrhein-Westfalen
Eine Woche nach der gewaltsamen Entführung eines 21-jährigen Mannes in Gevelsberg sucht die Polizei nun intensiv nach dem vierten Verdächtigen. Die Ermittler haben ein Foto des Gesuchten veröffentlicht und warnen die Bevölkerung ausdrücklich vor dem Mann, der als bewaffnet und gefährlich eingestuft wird.
Details zur Tat und zum Täter
Der Gesuchte soll am 12. März gemeinsam mit Komplizen den 21-Jährigen in ein Auto gezerrt haben. Das Opfer wurde erst nach etwa dreieinhalb Stunden verletzt freigelassen. Die Polizei beschreibt den Verdächtigen als etwa 1,72 Meter groß, 75 Kilogramm schwer mit kräftiger, athletischer Statur. Zum Tatzeitpunkt trug er eine schwarze Basecap.
Ein Polizeisprecher betont: „Nach derzeitigem Stand könnte der Mann im Besitz einer scharfen Schusswaffe sein.“ Die Behörden warnen dringend davor, die Person anzusprechen oder eigenständig festzuhalten. Zeugen werden aufgerufen, sich umgehend bei der Polizei zu melden.
Hintergrund der Entführung
Der Vorfall ereignete sich auf dem „XXL-Garagenpark“ im Ruhrgebiet. Der 21-Jährige und sein 34-jähriger Bruder gerieten dort in einen Streit mit drei Männern, die angeblich aus einem früheren Autoverkauf noch 15.000 Euro forderten. Der Konflikt eskalierte, wobei laut Oberstaatsanwalt Michael Burggräf auch Schüsse in die Luft fielen.
Die Täter verletzten den jüngeren Bruder mit einem Messer, zerrten ihn in ein Auto und fuhren davon. Die Entfung diente offenbar als Druckmittel in dem finanziellen Streit. Das Opfer wurde später mit Verletzungen freigelassen.
Stand der Ermittlungen
Bereits kurz nach der Tat konnten Spezialeinheiten der Polizei drei Männer im Alter von 30, 32 und 34 Jahren festnehmen. Gegen den 34-Jährigen wurde Untersuchungshaft angeordnet, während der 30-Jährige unter Auflagen freikam. Ein dritter Verdächtiger musste wegen mangelnder Beweise für eine direkte Beteiligung wieder entlassen werden.
Warum die Fahndung nach dem vierten Mann erst jetzt öffentlich gemacht wird, ist bisher nicht geklärt. Die Ermittler im Ennepe-Ruhr-Kreis setzen ihre Suche mit Hochdruck fort und bitten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung des Gesuchten.



