Polizei warnt vor Paketbetrug: 63-Jährige erhält seit Wochen unbestellte Sendungen
Polizei warnt vor Paketbetrug: Unbestellte Sendungen an Wohnungstür

Polizei warnt vor Betrugsmaschen durch unbestellte Pakete

Die Polizei ermittelt derzeit in einem ungewöhnlichen und rätselhaften Betrugsfall in Vorpommern, der einer 63-jährigen Frau seit Wochen eine Flut von unbestellten Paketen beschert hat. Die Frau aus dem Amtsbereich Jarmen-Tutow meldete sich bei den Behörden, nachdem sie angesichts häufiger Zustellbesuche durch Post und andere Lieferdienste nicht mehr weiterwusste.

Mysteriöse Paketlieferungen seit einem Monat

Laut der Anzeige erhält die Vorpommerin seit etwa einem Monat regelmäßig Pakete an ihre Wohnanschrift, deren Inhalt sie nie bestellt hat. Nachdem Telefonate mit Versandhäusern den Verdacht erhärteten, dass etwas nicht stimmt, wandte sie sich an die Polizei. Kimberly Schätzchen von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg erklärt: „Was zunächst vielleicht harmlos klingt, kann durchaus Teil einer kriminellen Masche sein.“

Mögliche Hintergründe der Betrugsfälle

Die Polizei warnt vor verschiedenen Hintergründen solcher Fälle. Täter könnten beispielsweise zulasten gestohlener Kreditkarten oder Konten Waren bestellen und diese an fremde Adressen liefern lassen. „In weiterer Folge könnten die Täter dann versuchen, das Paket abzufangen oder den Empfänger zu kontaktieren, um an die bestellte Ware zu gelangen“, so Schätzchen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zudem bestehe die Möglichkeit sogenannter Testbestellungen. „Nachdem zuvor illegal Daten erlangt wurden, können Betrüger so testen, ob die Bestellungen zugestellt werden und die Daten korrekt sind“, erläutert die Pressesprecherin. Dies diene oft als Vorbereitung für größere Betrugsaktionen.

Ratschläge für Betroffene

Die Polizei gibt mehrere Empfehlungen für Personen, die ähnliche Probleme haben:

  • Annahmeverweigerung oder Zurückbringen von unerwarteten Sendungen
  • Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen, bei dem die Bestellung offenbar aufgegeben wurde
  • Überprüfung der eigenen Kontobewegungen auf unbekannte Abbuchungen
  • Bei Verdacht auf Datenmissbrauch: Sperrung von Nutzer- und Bankkonten

Kimberly Schätzchen betont: „Prüfen Sie Ihre Konten auf Abbuchungen, die Sie nicht zuordnen können. Dies könnte ein Hinweis auf den Missbrauch Ihrer Daten sein.“

Wichtiger Schritt: Information der Polizei

Sollte jemand häufiger unbestellte Pakete erhalten, sei eine entsprechende Information an die Polizei ein weiterer wichtiger Weg. So wie es die 63-Jährige aus der Region Jarmen getan hat. Die Ermittlungen laufen derzeit, und die Polizei appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und bei Verdacht sofort Meldung zu erstatten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration