Polizist verursacht schweren Unfall auf Einsatzfahrt zu Schuszwaffen-Alarm
Ein dramatischer Polizeieinsatz in München endete am Mittwochabend mit einem schweren Verkehrsunfall. Ein 27-jähriger Beamter war mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs, nachdem ein Zeuge an der U-Bahn-Station Quiddestraße einen Jugendlichen mit einer vermeintlichen Schusswaffe gemeldet hatte.
Vollgas auf dem Weg zum Tatort
Der Polizist gab in seinem Streifenwagen Vollgas, um schnell am Tatort einzutreffen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums befand er sich im absoluten Einsatzmodus. An der Kreuzung Bad-Schachener-Straße und Innsbrucker Ring zeigte die Ampel jedoch Rotlicht für den herannahenden Streifenwagen.
Zusammenstoß mit Rentnerin
Eine 74-jährige Frau aus dem Landkreis Ebersberg konnte mit ihrem Audi nicht mehr rechtzeitig anhalten, als der Polizeiwagen die Kreuzung überquerte. Beide Fahrzeuge stießen mitten auf der Kreuzung mit voller Wucht zusammen. Die Rentnerin erlitt bei dem Aufprall Prellungen an der Hand und am Knie.
Der Rettungsdienst versorgte die verletzte Frau umgehend an der Unfallstelle und brachte sie anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Ihr Zustand wurde als nicht lebensbedrohlich beschrieben.
Einsatz stellte sich als harmlos heraus
Der Polizeieinsatz, der den Unfall auslöste, entpuppte sich später als vergleichsweise harmlos. Der Jugendliche an der U-Bahn-Station Quiddestraße hatte lediglich eine Spielzeugpistole im Hosenbund stecken. Die zunächst gemeldete Schusswaffe existierte somit nicht.
Die Ermittlungen zu den genauen Unfallumständen dauern an. Die Polizei prüft, ob alle Verkehrsregeln bei der Einsatzfahrt eingehalten wurden. Der verunglückte Streifenwagen musste abgeschleppt werden und ist voraussichtlich mehrere Wochen nicht einsatzbereit.



