Polizisten verklagen Ben Affleck und Matt Damon wegen Film-Rufschädigung
Polizisten verklagen Affleck und Damon wegen Film

Klage gegen Hollywood-Stars: Polizisten fühlen sich durch Film verunglimpft

Miami (Florida) – Jetzt gibt es echten Ärger für die Hollywood-Superstars! Die Schauspieler Ben Affleck (53) und Matt Damon (55) sind wegen ihres Netflix-Thrillers „The Rip“ verklagt worden. Zwei Polizisten aus Florida werfen den Stars vor: Der Film habe ihr Leben ruiniert! Die Beamten behaupten: Die Filmfiguren sind zu nah an ihrem echten Leben. Deshalb verklagen sie die Produktionsfirma „Artists Equity“. Sie fordern Schadenersatz, Strafzahlungen – und eine öffentliche Entschuldigung!

Der Film und der reale Fall

Im Actionfilm, der seit Januar bei Netflix läuft, spielen Ben Affleck und Matt Damon zwei Polizisten aus Südflorida. Die Story orientiert sich an einem echten Fall aus dem Jahr 2016. Damals fanden Ermittler in einem Haus in Miami Lakes mehr als 24 Millionen US-Dollar (rund 20,4 Millionen Euro) Bargeld – mutmaßlich aus Drogengeschäften. „The Rip“ bedeutet im US-Polizeislang das Einkassieren oder Stehlen von Drogen oder Geld. Im Film entdecken die Fahnder 20 Millionen US-Dollar, die einem Drogenkartell gehören. Erst am Ende geben sie das Geld ab.

Vorwürfe der Polizisten

Genau das sorgt jetzt für Zoff! Denn laut Klage erkennen Freunde und Kollegen die echten Beamten in den Filmfiguren wieder. Das Problem: Die Charaktere sollen im Film schwere Straftaten begehen – darunter Diebstahl von Drogengeld, Mord und Kontakte zu Kartellen! Besonders betroffen: Sheriff-Stellvertreter Jonathan Santana. Gegenüber „7 News Miami“ platzte ihm der Kragen: „Wenn man etwas ‚rippt‘, stiehlt man etwas. Wir haben nie einen Dollar gestohlen!“ Seit dem Filmstart werde er verspottet und ständig mit Diebstahl in Verbindung gebracht. Sein Anwalt Ignacio Alvarez erhebt schwere Vorwürfe gegen die Filmemacher: „Sie haben Polizisten als korrupt dargestellt, sie haben meine Mandanten als korrupt dargestellt. Jetzt ist ihr Ruf geschädigt.“

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Reaktionen aus der Politik

Der Film wurde hauptsächlich in Hialeah (Florida) gedreht. Auch Bürgermeister Bryan Calvo (28) ist sauer und schießt scharf gegen den Netflix-Streifen: „Dieser Film ist ein Schlag ins Gesicht unserer Strafverfolgungsbehörden. Wenn man noch nie in Hialeah war, wenn man woanders in diesem Land lebt und diesen Film sieht, möchte man danach nicht mehr hierherkommen, und das ist ein Problem.“

Verteidigung der Filmemacher

Die Klage wurde vor einem Bundesgericht in Miami eingereicht. Die geforderte Schadensersatzsumme ist öffentlich nicht bekannt. Die Anwälte von „Artists Equity“ weisen die Vorwürfe zurück. Der Film erhebe keinen Anspruch darauf, reale Personen oder wahre Ereignisse exakt darzustellen. Ein entsprechender Hinweis erscheine auch im Abspann. Ob Ben Affleck und Matt Damon jetzt tatsächlich tief in die Tasche greifen müssen, muss das Gericht entscheiden. Sie haben sich noch nicht öffentlich geäußert.

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