Der Prozess um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt nähert sich seinem Ende. Nach einer bevorstehenden dreiwöchigen Verhandlungspause könnten die Plädoyers gehalten werden. Der Vorsitzende Richter Dirk Sternberg setzte den Verfahrensbeteiligten am Landgericht Magdeburg eine Frist für weitere Beweisanträge bis zum 2. Juni. Danach solle möglichst direkt über diese Anträge entschieden werden.
Zeitplan für die Schlussphase
Wenn keine weiteren Beweisanträge zu prüfen sind, könnte die Generalstaatsanwaltschaft bereits am 2. oder 3. Juni mit ihrem Schlussvortrag beginnen. Im Anschluss folgen die Nebenkläger und schließlich die Verteidigung. Die Plädoyers werden voraussichtlich mehrere Verhandlungstage in Anspruch nehmen. Das Gericht strebt ein Urteil im Juni an.
Hintergrund des Verfahrens
Seit dem 10. November verhandelt das Landgericht Magdeburg in einem eigens errichteten Interimsgebäude gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt. Am Dienstag fand der 33. Prozesstag statt. Der Angeklagte Taleb Al-Abdulmohsen war am 20. Dezember 2024 mit einem mehr als zwei Tonnen schweren und 340 PS starken Wagen etwa 350 Meter weit über den Weihnachtsmarkt gerast. Bei der Tat kamen fünf Frauen und ein neunjähriger Junge ums Leben. Mehr als 300 Menschen wurden teils schwerst verletzt.



