Großrazzia gegen mutmaßliche Rechtsextremisten: Bundesanwaltschaft durchsucht 16 Objekte in Mecklenburg-Vorpommern
In einer groß angelegten Aktion hat die Bundesanwaltschaft am Dienstagmorgen an insgesamt 16 Orten in Mecklenburg-Vorpommern sowie in vier weiteren Bundesländern Räumlichkeiten von mutmaßlichen Mitgliedern der rechtsextremistischen Terror-Vereinigung „Letzte Verteidigungswelle“ (L.V.W.) durchsuchen lassen. Die Maßnahmen richten sich gegen insgesamt zehn Beschuldigte, wobei fünf Tatverdächtige ihren Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern haben.
Polizeieinsätze im Nordosten mit hoher Präsenz
Im Nordosten Deutschlands rückte die Polizei unter anderem in den Städten Rostock und Wismar sowie in den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Rostock an. Die Bundesanwaltschaft betont die zahlenmäßig hohe Aktivität der rechtsextremen Gruppierung in dieser Region. Ein Reporter war bei einer der Durchsuchungen in der Nähe von Rerik und Kühlungsborn mit der Kamera vor Ort und dokumentierte die Ereignisse.
Vorwürfe der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung
Den Beschuldigten, die im Alter zwischen 15 und 22 Jahren sind, wird die Mitgliedschaft in einer inländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Laut Ermittlungsbehörden soll einer der Beschuldigten als Rädelsführer fungiert haben. Gegen zwei weitere Beschuldigte wird zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.
Ermittlungen zur Sicherung von Beweismitteln
Es besteht der konkrete Verdacht, dass sich die jungen Beschuldigten zwischen April 2024 und Dezember 2024 der „Letzten Verteidigungswelle“ angeschlossen haben und seitdem aktiv in der Vereinigung tätig waren. Bei den Maßnahmen am Dienstag erfolgten laut Generalbundesanwalt keine Festnahmen. Die Durchsuchungen dienten vielmehr der Sicherung von Beweismitteln und basieren auf bestehenden Verdachtsmomenten.
Bundesweite Aktion mit Schwerpunkt in Mecklenburg-Vorpommern
Neben den Objekten in Mecklenburg-Vorpommern wurden auch Räumlichkeiten in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein durchsucht. Insgesamt liegen neun der betroffenen Objekte allein in Mecklenburg-Vorpommern, was die besondere Bedeutung dieser Region für die Ermittlungen unterstreicht. Die Bundesanwaltschaft setzt damit ein deutliches Zeichen gegen rechtsextremistische Strukturen und deren mögliche terroristische Aktivitäten.



