In Chemnitz sind am Dienstagvormittag acht Schülerinnen und Schüler durch das Versprühen einer unbekannten Substanz verletzt worden. Die Polizei wurde gegen 10:30 Uhr zu einer Schule im Stadtteil Gablenz gerufen, nachdem mehrere Jugendliche über plötzliche Augen- und Atemwegsreizungen geklagt hatten.
Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Stoff in den Toiletten der Bildungseinrichtung versprüht worden sein. Die Beamten gehen davon aus, dass Täter aus dem Schülerkreis stammen. Die genaue Anzahl der Beteiligten ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung.
Betroffene und Maßnahmen
Insgesamt waren mehrere Dutzend Personen von den Reizungen betroffen. Acht von ihnen mussten zur weiteren Beobachtung und Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Die Feuerwehr führte eine Belüftung des Schulgebäudes durch, sodass die Räume nach kurzer Zeit wieder gefahrlos betreten werden konnten. Der Unterricht wurde vorübergehend unterbrochen, konnte aber später fortgesetzt werden.
Die Ermittler arbeiten nun daran, die genaue chemische Zusammensetzung des versprühten Reizstoffs zu identifizieren. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Schule hat für betroffene Schüler und Eltern ein Krisenteam eingerichtet.



