Ein spektakulärer Fang sorgt in Polen für Begeisterung: Der Angler Piotr Sobierajski hat nach Medienberichten einen riesigen Hecht aus dem Wasser gezogen, der den polnischen Rekord nach 56 Jahren brechen könnte. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 1970, als Marian Palawczyk einen 130 Zentimeter langen und 20,80 Kilogramm schweren Hecht fing. Sobierajskis Exemplar soll mit 133 Zentimetern sogar noch größer sein. Die offizielle Anerkennung steht allerdings noch aus.
Der Fang im Solina-Stausee
Gefangen wurde der Raubfisch im Solina-Stausee, der im südlichen Polen beim Bieszczady-Nationalpark liegt. Der Stausee wurde 1968 angelegt und ist mit einem Volumen von rund 474 Millionen Kubikmetern der größte Stausee Polens. An seiner tiefsten Stelle misst er bis zu 60 Meter. Piotr Sobierajski präsentierte seinen Fang stolz vor der Kamera seines Sohnes Wojciech, der in Polen als Influencer bekannt ist.
Unterstützung durch den Sohn
Wojciech Sobierajski ist nicht nur ein erfahrener Angler, der seine Erfolge mit 87.000 Followern in sozialen Medien teilt, sondern auch ein Guinness-Weltrekordhalter in ungewöhnlichen Disziplinen. So hält er den Weltrekord im Triathlon über die olympische Distanz mit einer Zusatzlast von 50 Kilogramm in sechs Stunden und 34 Minuten. Zudem gelang ihm der polnische Rekord im Ziehen eines Autos beim Gehen auf den Händen und der Weltrekord im Abschleppen eines Autos über einen Kilometer auf den Händen. Auch im Seilklettern ist er Rekordhalter: Er kletterte innerhalb einer Stunde 111 Mal ein fünf Meter langes Seil hoch.
Deutscher Rekordhalter Lothar Louis
Zum Vergleich: Der deutsche Hecht-Rekord wird von Lothar Louis gehalten. Er fing am 15. Oktober 1986 in einem Baggersee bei Bühl in Rheinmünster einen 25 Kilogramm schweren Hecht mit einer Länge von 136 Zentimetern. Sobierajskis Fang kommt diesem Rekord nahe, bleibt aber knapp darunter.



