Millionenschaden durch Schwarzarbeit in MV: Zoll deckt 2.287 Strafverfahren auf
Schwarzarbeit in MV: 2.287 Strafverfahren, 17,3 Mio. Euro Schaden

Schwarzarbeit in Mecklenburg-Vorpommern verursacht Millionenschäden

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Stralsund hat im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern massive Verstöße aufgedeckt. Bei umfangreichen Kontrollen ermittelten die Behörden einen Gesamtschaden von über 17,3 Millionen Euro, der durch vorenthaltene oder veruntreute Sozialversicherungsbeiträge entstanden ist. Diese Summe verdeutlicht das erhebliche Ausmaß illegaler Beschäftigungspraktiken in der Region.

Strafverfolgung und gerichtliche Konsequenzen

Die Gerichte in Mecklenburg-Vorpommern verhängten aufgrund von Strafanzeigen der FKS Geldstrafen in Höhe von rund 711.000 Euro. Zusätzlich wurden Freiheitsstrafen von insgesamt 191 Monaten gegen Beschuldigte ausgesprochen. Diese Maßnahmen zeigen die entschlossene Strafverfolgung durch die Justizbehörden.

Im Jahr 2025 leitete die Finanzkontrolle Schwarzarbeit 902 Ordnungswidrigkeiten und 2.287 Strafverfahren ein. Damit blieb die Anzahl der Strafverfahren auf hohem Niveau, während die Ordnungswidrigkeiten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zunahmen. Die 175 Zöllnerinnen und Zöllner der FKS überprüften 619 Arbeitgeber und zusätzlich 6.722 Personen hinsichtlich ihrer Beschäftigungsverhältnisse.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Branchenschwerpunkte und bundesweite Kontrollen

Die Kontrollen konzentrierten sich auf mehrere Schlüsselbranchen, in denen Schwarzarbeit besonders verbreitet ist. Dazu gehörten:

  • Das Baugewerbe
  • Das Hotel- und Gaststättengewerbe
  • Das Taxi- und Mietwagengewerbe

Diese branchenspezifischen Prüfungen fanden sowohl auf regionaler als auch auf bundesweiter Ebene statt. Bundesweit wurden im Vorjahr insgesamt 25.765 Arbeitgeber überprüft, was die umfassenden Anstrengungen der Zollbehörden im Kampf gegen illegale Beschäftigung unterstreicht.

Statement des Hauptzollamtsleiters

Kay Noffke, Leiter des Hauptzollamtes Stralsund, betonte die Bedeutung der kontinuierlichen Arbeit: „Durch ihr konstantes Engagement konnten die Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamtes Stralsund auch im vergangenen Jahr den Druck auf nicht gesetzeskonform handelnde Unternehmen und Beschäftigte erhöhen und Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Sozialleistungsbetrug aufdecken.“ Diese Aussage unterstreicht die strategische Ausrichtung der Behörde auf präventive Maßnahmen und konsequente Verfolgung.

Die Zahlen belegen, dass Schwarzarbeit weiterhin ein ernstzunehmendes Problem darstellt, das nicht nur zu erheblichen finanziellen Verlusten für die Sozialversicherungen führt, sondern auch faire Wettbewerbsbedingungen verzerrt. Die verstärkten Kontrollen und die hohe Anzahl eingeleiteter Verfahren signalisieren jedoch eine entschlossene Gegenwehr der Behörden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration