Schwere Verurteilung nach Geständnis: Sieben Jahre Haft für Missbrauchstäter
Ein 36-jähriger Mann aus der Nähe von Wismar ist für den wiederholten schweren sexuellen Missbrauch eines kleinen Mädchens und für den Besitz von Kinderpornografie zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und einem Monat verurteilt worden. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts mit. Damit blieb das Gericht leicht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die sieben Jahre und drei Monate gefordert hatte, während die Verteidigung um eine milde Strafe gebeten hatte.
Geständnis erspart Opfer Aussage vor Gericht
Der Angeklagte hatte während des Prozesses alle Anklagepunkte gestanden. Er soll das anfangs acht Jahre alte Mädchen, die Tochter eines Freundes, wiederholt vergewaltigt oder ähnliche sexuelle Handlungen vollzogen haben. Die Taten endeten, als das Kind neuneinhalb Jahre alt war. Der Vorsitzende Richter hatte dem Mann eine Verurteilung von maximal siebeneinhalb Jahren Haft zugesichert, falls er ein vollständiges Geständnis ablegt. Daraufhin räumte der Angeklagte alle vorgeworfenen Taten ein und ersparte so seinem Opfer eine Aussage im Gericht.
Ermittlungen durch Kinderpornografie im Internet
Die Ermittler waren dem 36-Jährigen auf die Spur gekommen, weil er im Internet als Absender kinderpornografischer Dateien identifiziert worden war. Bei einer Hausdurchsuchung am 30. Juli vergangenen Jahres wurden bei ihm Handys sichergestellt, deren Auswertung den Missbrauch des Mädchens ergab. Der sexuelle Missbrauch des Kindes hörte laut Anklage im Januar 2025 auf, doch danach soll der Mann noch mit mehreren Menschen kinder- und jugendpornografische Fotos und Videos getauscht haben.
Vorbestrafter Täter mit 15 Missbrauchsfällen
Verurteilt wurde der Mann jetzt für 15 Missbrauchsfälle sowie für den Besitz von Kinderpornografie. Der Angeklagte ist kein Unbekannter für die Ermittler, da er zuvor bereits wegen des Besitzes kinderpornografischer Aufnahmen einen Strafbefehl erhalten hatte. Dies unterstreicht die Schwere der Taten und die Notwendigkeit einer konsequenten Strafverfolgung in solchen Fällen.



