Sprengstoff-Alarm unterbricht Prozess gegen RAF-Terroristin Daniela Klette
Sprengstoff-Alarm bei Klette-Prozess unterbricht Verhandlung

Sprengstoff-Alarm unterbricht Prozess gegen ehemalige RAF-Terroristin

Im Landgericht Verden ist der Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette (67) am Mittwoch nach einem dramatischen Zwischenfall unterbrochen worden. Kurz nach Verhandlungsbeginn schlug ein Sprengstoffhund der Polizei bei den Schließfächern im Zuschauerbereich an, was zu sofortigen Sicherheitsmaßnahmen führte.

Dramatische Szenen im Gerichtssaal

Nach dem Alarm des speziell ausgebildeten Sprengstoffhundes musste ein Journalist sein Schließfach öffnen, damit die darin befindlichen Gegenstände von den Sicherheitskräften gründlich untersucht werden konnten. Die Situation sorgte für erhebliche Unruhe im Gerichtsgebäude, während die Ermittler den verdächtigen Gegenstand einer detaillierten Prüfung unterzogen.

Entwarnung nach intensiven Untersuchungen

Erst am Mittag konnte nach umfangreichen Sicherheitsüberprüfungen Entwarnung gegeben werden. Die Behörden stellten fest, dass von dem untersuchten Gegenstand keine Gefahr ausging. Die Gerichtsverhandlung sollte daraufhin planmäßig um 14 Uhr fortgesetzt werden, wie das Landgericht mitteilte.

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Eine dpa-Reporterin, die vor Ort war, bestätigte den Ablauf der Ereignisse. Der Sprengstoffhund hatte bei den Schließfächern der Zuschauer angeschlagen, was die sofortige Evakuierung des betroffenen Bereichs und die Unterbrechung der Verhandlung zur Folge hatte.

Hintergrund des Prozesses

Daniela Klette gehört zu den letzten noch lebenden Mitgliedern der Rote Armee Fraktion (RAF), die in den 1970er und 1980er Jahren für zahlreiche Terroranschläge in Deutschland verantwortlich war. Der Prozess in Verden beschäftigt sich mit ihrer mutmaßlichen Beteiligung an weiteren Straftaten nach ihrer offiziellen RAF-Zeit.

Die Sicherheitsvorkehrungen bei Prozessen gegen ehemalige RAF-Mitglieder sind traditionell besonders hoch, was den aktuellen Vorfall in einem besonderen Licht erscheinen lässt. Die Behörden betonten jedoch, dass es sich bei dem Alarm um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt habe und keine konkrete Bedrohung vorgelegen habe.

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