Steinewurf auf Israelisches Generalkonsulat in München: Polizei-Großeinsatz nach Vorfall am Karolinenplatz
Steinewurf auf Israelisches Generalkonsulat: Polizei-Großeinsatz in München

Steinewurf auf Israelisches Generalkonsulat löst Polizei-Großeinsatz in München aus

Am Samstagnachmittag hat ein Mann Steine in Richtung des Israelischen Generalkonsulats am Karolinenplatz in München geworfen und dabei laut Polizeiangaben die Parole "Allahu Akbar" gerufen. Der Vorfall löste einen umfangreichen Großeinsatz der Polizei mit Straßensperrungen und dem Einsatz von Spezialkräften aus. Ein in der Nähe gefundener verdächtiger Rucksack, der zunächst Besorgnis erregte, wurde später als harmlos eingestuft.

Massive Polizeimaßnahmen nach dem Vorfall

Unmittelbar nach der Meldung über den Steinewurf und den verdächtigen Rucksack wurde im Polizeipräsidium München Großalarm ausgelöst. Ein starkes Aufgebot an Polizeikräften riegelte den Karolinenplatz und die umliegenden Straßen weiträumig ab. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Balkone nicht zu betreten, während Spezialkräfte, darunter Bombenexperten in Schutzkleidung, anrückten. Ein ferngesteuerter Roboter kam zum Einsatz, um den Rucksack zu untersuchen, dessen Inhalt sich letztlich als ungefährlich erwies, wie ein Polizeisprecher am Sonntag bestätigte.

Festnahme und Hintergründe der Tat

Der Tatverdächtige, der die Steine geworfen und die islamistischen Parolen gerufen haben soll, wurde noch am Samstag von der Polizei festgenommen. Nach ersten, noch nicht offiziell bestätigten Informationen handelt es sich bei dem Mann um einen Syrer. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des Vorfalls laufen derzeit. Es ist bisher unklar, ob der verdächtige Rucksack dem Steinewerfer gehörte oder ob es sich um einen separaten Fund handelt.

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Reaktion der israelischen Generalkonsulin

Talya Lador-Fresher, die israelische Generalkonsulin in München, zeigte sich tief betroffen von dem erneuten Angriff auf ihre diplomatische Vertretung. In einer Stellungnahme auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und X (ehemals Twitter) schrieb sie: "Wieder einmal ein Versuch, unser Generalkonsulat anzugreifen. Terror und tödliche Ideologie kennen keine Grenzen, und es ist unser gemeinsames Ziel, ohne Bedrohungen zu leben." Sie dankte ausdrücklich der Münchner Polizei für ihren schnellen und entschlossenen Einsatz.

Wiederholte Angriffe in den letzten Jahren

Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von Angriffen auf das Israelische Generalkonsulat in München ein. In den vergangenen zwei Jahren gab es bereits mehrere Vorfälle:

  • Im Mai 2024 warfen Unbekannte die Attrappe eines Molotow-Cocktails über den Sicherheitszaun des Konsulats. Dabei handelte es sich um eine Plastikflasche mit einer Kugel im Inneren.
  • Im September 2024 verübte ein 18-jähriger, islamistisch motivierter Täter aus dem Salzburger Land einen Anschlag mit einem alten Armeekarabiner aus der Schweiz. Er feuerte mehrmals auf das Gebäude, bevor Polizisten ihn stellten. Der Täter wurde niedergeschossen und erlag noch am Tatort seinen Verletzungen.
Diese Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen für die israelische Vertretung in der bayerischen Landeshauptstadt.

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