Tödlicher Brand in Schweizer Linienbus: Polizei geht von vorsätzlicher Tat aus
Tödlicher Busbrand in Schweiz: Polizei vermutet Vorsatz

Tödlicher Brand in Schweizer Linienbus: Polizei geht von vorsätzlicher Tat aus

In der schweizerischen Ortschaft Kerzers, etwa 26 Kilometer westlich der Hauptstadt Bern gelegen, hat sich am Dienstagabend eine schreckliche Tragödie ereignet. In einem Linienbus des Unternehmens Postauto brach ein verheerendes Feuer aus, das sechs Menschen das Leben kostete und vier weitere Personen sowie einen Sanitäter verletzte. Drei der Verletzten schwebten am Abend noch in akuter Lebensgefahr. Die Polizei des Kantons Freiburg äußerte den dringenden Verdacht, dass es sich bei dem Brand um eine vorsätzliche Tat handeln könnte.

Dramatische Szenen mit meterhohen Flammen

Augenzeugen berichteten von meterhohen Flammen, die den Bus komplett erfassten, und einer riesigen Rauchsäule, die in den Himmel stieg. In sozialen Medien kursierten dramatische Videos und Bilder, auf denen zahlreiche Menschen den brennenden Bus mit ihren Handykameras filmten. Die Feuerwehr konnte die Flammen zwar löschen, doch der Bus brannte vollständig aus – zurück blieb nur das Metallgerippe des Fahrzeugs. Der Rettungseinsatz war am Abend noch im Gange, neun Krankenwagen und ein Rettungshubschrauber waren vor Ort im Einsatz.

Polizei bestätigt Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung

„Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein“, teilte die Polizei am späten Abend mit und ergänzte: „Möglicherweise wurde das Feuer vorsätzlich gelegt.“ Bei einer Pressekonferenz wurde die Polizei direkt gefragt, ob es sich um einen Terroranschlag handeln könnte. Ein Sprecher erklärte dazu, dass zu dieser Möglichkeit noch keine Aussage getroffen werden könne. Die Hintergründe des Vorfalls werden derzeit intensiv ermittelt.

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Augenzeuge berichtet von Mann mit Benzin

Die Schweizer Zeitung „Blick“ zitierte einen Augenzeugen, der angab, ein Mann habe Benzin im Bus ausgeschüttet und sich anschließend selbst in Brand gesetzt haben soll. Diese Angaben seien auch bei der Polizei eingegangen, wie eine Sprecherin bestätigte, allerdings könne man diese Informationen zunächst nicht offiziell bestätigen. Unklar bleibt bislang, ob die mutmaßliche Person, die den Brand ausgelöst haben könnte, unter den Toten oder Verletzten ist. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zur Identität dieser Person.

Viele offene Fragen und laufende Ermittlungen

Selbst in der Nacht nach dem schrecklichen Vorfall blieben zahlreiche Fragen unbeantwortet. Die Polizei konnte zunächst nicht mitteilen, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Unglücks genau an Bord des Busses befanden. Auch ob der Busfahrer zu den Opfern zählt, blieb ungewiss. Der Bus verkehrte auf einer Strecke zwischen den Ortschaften Düdigen und Kerzers, wo der Brand kurz vor der Endstation ausbrach. Die Identifizierung der Todesopfer war im Gange, und die Polizei rief mögliche Zeugen auf, sich zu melden.

Reaktionen aus der Politik

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin äußerte sich bestürzt über die erneute Tragödie: „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der CH bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind.“ Er sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Beileid aus und gedachte der Verletzten sowie der im Einsatz befindlichen Rettungskräfte. Die Ermittlungen zur genauen Ursache und den Hintergründen des Vorfalls laufen auf Hochtouren.

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