In Eisleben ist eine 78-jährige Seniorin gleich zweimal Opfer perfider Telefonbetrüger geworden. Unter dem Vorwand eines angeblichen Hackerangriffs entlockten ihr die Täter mehrfach TAN-Nummern und überwiesen Geld auf ein ausländisches Konto. Der Schaden liegt inzwischen im fünfstelligen Bereich.
So gingen die Betrüger vor
Wie das Polizeirevier Mansfeld-Südharz am Montag mitteilte, gab sich ein Unbekannter als angeblicher Mitarbeiter der Hausbank der 78-Jährigen aus und informierte über einen angeblichen Hackerangriff auf das Konto der Geschädigten. Die Frau übermittelte am Telefon eine erforderliche TAN für das Onlinebanking. Somit konnten die Betrüger eine vierstellige Summe vom Konto abbuchen.
Zweite Überweisung ins Ausland
Als der Betrug der Hausbank bekannt wurde, habe die das Konto der Frau zunächst gesperrt. Nach einem erneuten Anruf mit vorgetäuschten Angaben der unbekannten Täter habe die Seniorin dann erneut eine TAN herausgegeben. Mit der sei dann eine zweite Geldüberweisung auf ein außereuropäisches Konto gelungen. „Der Gesamtschaden liegt mittlerweile im fünfstelligen Bereich“, sagte Polizeisprecherin Steffi Schwan.
Polizei warnt vor der Masche
Die Polizei ermittelt und warnt eindringlich davor, sensible Daten wie TAN oder ähnliches herauszugeben. Banken würden niemals am Telefon nach TAN-Nummern oder Passwörtern fragen. Bei verdächtigen Anrufen solle man sofort auflegen und die Bank oder die Polizei informieren.



