Thüringer Mann verliert 21.000 Euro an vermeintlichen Soldaten aus Syrien
Ein 53-jähriger Mann aus dem Ilm-Kreis in Thüringen ist Opfer eines dreisten Betrugs geworden. Der Mann, der eigentlich nur helfen wollte, überwies insgesamt 21.000 Euro an einen Unbekannten, der sich als in Damaskus stationierter Soldat ausgab. Die Polizeiinspektion Gotha bestätigte den Fall, der sich über einen Zeitraum von Juni bis März erstreckte.
Die Masche: Emotionale Erpressung über soziale Medien
Der Betrüger nahm über soziale Medien Kontakt zu dem Thüringer auf und gab sich als Soldat aus, der angeblich in der syrischen Hauptstadt Damaskus stationiert war. Unter dem Vorwand, dringend finanzielle Unterstützung zu benötigen, bat er um Geld für angebliche Versandkosten, Zollgebühren und Einfuhrformalitäten. Der 53-Jährige, der dem vermeintlichen Soldaten helfen wollte, fiel auf die emotionale Erpressung herein.
Insgesamt sechs Überweisungen tätigte der Mann über den mehrwöchigen Zeitraum, bis die Summe von 21.000 Euro erreicht war. Erst als sein Bankkonto gesperrt wurde und er zeitweise den Zugriff darauf verlor, suchte er die Polizei auf. Die Ermittler der Polizeiinspektion Gotha bestätigten den Betrugsfall, halten jedoch den genauen Ort im Ilm-Kreis aus taktischen Gründen derzeit noch geheim.
Polizei warnt vor ähnlichen Betrugsmaschen
Die Polizei weist darauf hin, dass solche Betrugsmaschen, bei denen sich Täter als Soldaten, humanitäre Helfer oder in Not geratene Personen ausgeben, immer wieder vorkommen. Besonders über soziale Medien und Messengerdienste versuchen Betrüger, das Mitgefühl ihrer Opfer auszunutzen. Die Ermittlungen in diesem konkreten Fall laufen, wobei die Polizei die internationale Dimension des Betrugs betont, da der Täter vorgab, aus Syrien zu agieren.
Für den Geschädigten bedeutet der Vorfall nicht nur einen erheblichen finanziellen Verlust, sondern auch einen Vertrauensbruch. Die Polizei rät dazu, bei ungewöhnlichen Geldanfragen über das Internet besonders vorsichtig zu sein und im Zweifelsfall immer die örtliche Polizeidienststelle zu kontaktieren, bevor Überweisungen getätigt werden.



