Tragischer Motorradunfall: Piet (16) stirbt – Konsequenzen gefordert
Tragischer Unfall: Piet (16) stirbt – Konsequenzen gefordert

Am 17. Januar 2026 verlor der 16-jährige Piet S. aus Rostock bei einem tragischen Motorradunfall auf der B110 sein Leben. Hundert Tage später gedachten Familie, Freunde und rund 180 Motorradfahrer seiner mit einer großen Gedenkfahrt. Nun fordern die Angehörigen Konsequenzen: mehr Rücksicht auf Motorradfahrer, einen stationären Blitzer an der Unfallstelle und härtere Strafen für Todesfahrer.

Ein Leben voller Hoffnung

Piet S. hatte gerade die Schule abgeschlossen und seine Ausbildung bei den Stadtwerken Rostock begonnen. Seine große Leidenschaft galt dem Motorradfahren. „Alles war gut. Bis zu diesem Tag“, sagt sein Vater Mike. „Es ist nichts mehr, wie es war.“ Die Mutter Marlies ergänzt: „Ein Kind zu verlieren, ist das Schlimmste, was es gibt.“ Die Familie trauert tief, die Tränen fließen immer wieder.

Der Unfallhergang

In der Nacht zum 17. Januar war Piet gegen 1:20 Uhr mit seiner Aprilia (125er) auf dem Weg zu einem Freund. Auf der B110 in Richtung Sanitz, kurz vor dem Abzweig Groß Lüsewitz, wurde er von einem nachfolgenden Nissan-SUV übersehen und mit hoher Geschwindigkeit erfasst. Rettungskräfte kämpften um sein Leben, doch jede Hilfe kam zu spät. Der Fahrer des SUV wurde eingeklemmt, überlebte und kam in eine Klinik. Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Ein Sachverständiger der Dekra soll den Unfall klären. Die Ermittlungen könnten laut Staatsanwaltschaft in etwa vier Wochen abgeschlossen sein, sobald das Unfallgutachten vorliegt.

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Forderungen nach mehr Sicherheit

Piet war Mitglied der Motorradgruppe BNU („Bei Nachbarn unbeliebt“) mit rund 170 Mitgliedern. Hundert Tage nach dem Unfall organisierte die Gruppe eine Gedenkfahrt und Demonstration. Rund 180 Biker fuhren vom Rostocker Stadthafen über die B110 zum Unfallort bei Sanitz. Sie forderten einen stationären Blitzer an der bekannten Unfallstelle, Freiheitsstrafen für Todesfahrer und mehr Aufmerksamkeit für Motorradfahrer. „Nicht aus Rache, sondern aus Verantwortung und zur Abschreckung“, betont die Gruppe. Bundesweit kamen 2024 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 513 Motorradfahrer bei Unfällen ums Leben.

Ein langer Weg der Trauer

Der Vater Mike sagt: „Man wird jeden Tag davon eingeholt.“ Die Lücke, die der Tod seines Sohnes hinterlassen hat, werde sich vielleicht nie schließen. Bei der Gedenkfahrt fuhren die Motorräder mit Trauerfloren, ein Anhänger trug ein großes Bild von Piet. Auch die Eltern waren dabei, eingehüllt in Umarmungen und tröstende Worte der Gemeinschaft. „Es ist nichts mehr, wie es wahr“, schließt der Vater.

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