Ein dreister Trickdiebstahl erschüttert die Münchner Polizei: Am Mittwochnachmittag (29. April) hat eine bislang unbekannte Täterin die Hilfsbereitschaft eines über 80-jährigen Mannes in Untergiesing ausgenutzt und gemeinsam mit einem Komplizen Bargeld und Schmuck im Wert von über zehntausend Euro erbeutet.
Die Täterin gab sich als neue Nachbarin aus
Gegen 15 Uhr öffnete der Senior ahnungslos die Haustür seines Mehrfamilienhauses in der Hermine-Bland-Straße für eine ihm unbekannte Frau. Er nahm an, es handele sich um eine neue Mieterin, und ließ sie ein. Die Betrügerin folgte ihm bis zur Wohnungstür und bat ihn um einen Zettel und einen Stift, um einer anderen Person eine Nachricht zu hinterlassen. Der hilfsbereite Mann ging ins Wohnzimmer, um die gewünschten Gegenstände zu holen. In dieser kurzen Zeit, in der die Frau unbeaufsichtigt im Eingangsbereich war, schaltete sie das Flurlicht aus – ein offenbar gezielter Trick, um einen Komplizen unbemerkt in die Wohnung zu lassen.
Abstimmung mit einem Komplizen
Anschließend gingen beide in die Küche, um die Nachricht zu verfassen. Die Küchentür war nur angelehnt, sodass der Senior den Flur nicht einsehen konnte. Nach etwa zehn Minuten verließ die Frau die Wohnung. Etwa eine Stunde später bemerkte der Untergiesinger, dass Bargeld und Schmuck im Wert von über zehntausend Euro fehlten. Er alarmierte sofort den Polizeinotruf. Die Ermittler des Kommissariats 55 gehen davon aus, dass ein zweiter Täter die Gelegenheit nutzte, um die Wertgegenstände zu entwenden. Die Kriminalpolizei führte umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch und hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Polizei sucht Zeugen
Die Täterin wird wie folgt beschrieben: weiblich, etwa 170 bis 175 Zentimeter groß, kräftige Statur, kurze schwarze Haare, sprach gebrochenes Deutsch mit italienischem Akzent, trug graue Kleidung, unter anderem einen Rock. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise. Wer im angegebenen Zeitraum im Bereich der Hermine-Bland-Straße, Harthauser Straße und Gabriel-Max-Straße in Untergiesing verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Telefon 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.



