True Crime in Pasewalk: Autor Bert Lingnau begeistert mit regionalen Kriminalfällen
True Crime in Pasewalk: Bert Lingnau begeistert

Die Pasewalker Lesung mit Bert Lingnau war ausverkauft. Der Historiker, Germanist und Journalist präsentierte im Buchhaus Lange echte Kriminalfälle aus der Region und fesselte das Publikum.

Warum regionale Kriminalfälle?

Statt fiktiver Großstadt-Krimis vor dem Fernseher interessieren sich viele für authentische Fälle aus der Heimat. Diese Begeisterung teilten zahlreiche Pasewalker, die der Einladung des Buchhauses Lange und der Stadtbibliothek folgten. Die Lesung fand im Rahmen des 775. Stadtjubiläums statt.

Ausverkauftes Haus

Katrin Lange vom Buchhaus Lange berichtete dem Nordkurier: „Wir sind ausverkauft und hätten noch so viel mehr Karten verkaufen können.“ Authentische Kriminalfälle, sogenannte True Crime, und besonders jene aus der Region würden viele Menschen interessieren.

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Der Autor Bert Lingnau

Der auf dem Darß aufgewachsene Historiker, Germanist und Journalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit wahren Kriminalfällen. Als Direktor der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichte er bisher mehr als 200 Geschichten, von denen die spektakulärsten in fünf Büchern zusammengefasst sind.

Das Publikum wartete gespannt auf Fälle aus der näheren Umgebung. Lingnau präsentierte Fälle aus Pasewalk und der Ueckermünde Heide, wo gelogen, gestohlen, erpresst und gemordet wurde. Er verriet auch, wie er an solche Fälle herankommt.

Recherche und Inspiration

Sein Interesse begann während des Geschichtsstudiums an der Universität Greifswald, als er sich mit historischen Akten beschäftigte. Seitdem recherchiert er in Archiven, wertet eingescannte Zeitungsberichte und Polizeiakten aus und nutzt historische Bücher. Dem Nordkurier verriet Lingnau, dass sein Interesse an Kriminalfällen schon in der Kindheit mit Märchen begann: „Sie stecken voller Verbrechen: Bei Hänsel und Gretel wird eine alte Frau verbrannt, und bei Schneewittchen gab es einen versuchten Giftmord.“

Rechtsprechung und Todesstrafe

Der 54-Jährige ging in der Lesung auch auf die Rechtsprechung vergangener Jahrhunderte in Mecklenburg und Pommern ein und widmete sich dem Thema Todesstrafe während des Zweiten Weltkriegs und in der DDR.

Katrin Lange fasste den Abend als „hoch interessant und unterhaltsam“ zusammen und kündigte den nächsten literarischen Leckerbissen an: Am Sonntag, 27. September, um 17 Uhr wird der Schauspieler Jörg Schüttauf mit einem Ringelnatz-Programm erwartet. Karten gibt es ab Ende Mai im Buchhaus Lange.

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