Uckermark: Mann lackiert altes Moped-Kennzeichen um - teure Strafe droht
Wer den Staat betrügen möchte, sollte sich wirklich clever anstellen. Einem Mann aus der Uckermark ist dies jedoch gründlich misslungen, wie die Polizei jetzt mitteilte. Der Fahrzeugführer kam auf die Idee, ein grünes Versicherungskennzeichen aus dem Jahr 2016 einfach mit schwarzer Farbe zu überpinseln. Damit wollte er den Anschein erwecken, dass es sich um ein gültiges Kennzeichen für das aktuelle Verkehrsjahr 2026 handelt.
Routinemäßige Kontrolle bringt Betrug ans Licht
Leider für den Mann geriet er in eine routinemäßige Verkehrskontrolle der Polizei. Den Beamten fiel bei der gründlichen Inspektion die schlampig ausgeführte Malerarbeit sofort auf. Die Ordnungshüter zeigten sich wenig amüsiert und leiteten umgehend mehrere Anzeigen ein. Dem Fahrer droht nun nicht nur ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne erforderliche Pflichtversicherung, sondern auch ein weiteres wegen Urkundenfälschung.
Beide Angelegenheiten könnten für den Delinquenten richtig teuer und folgenreich werden. Urkundenfälschung wird in Deutschland laut Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer erheblichen Geldstrafe geahndet. Hätte der Mann einen Unfall verursacht, hätte er sämtliche Schäden an anderen Fahrzeugen oder Personen vollständig selbst tragen müssen. Die Versicherung kommt in solchen Fällen nicht für den Schaden auf, was zu enormen finanziellen Forderungen führen kann.
Günstige legale Alternative ignoriert
Der Uckermärker wäre deutlich besser beraten gewesen, sich einfach ein legales Kennzeichen zu besorgen. Ein Mopedkennzeichen für das Verkehrsjahr 2026 kostet ab dem 1. März 2026 für eine reine Haftpflichtversicherung lediglich zwischen 39 und 50 Euro. Statt dieser geringen Summe muss er nun mit einem Vielfachen an Strafe rechnen.
Weitere Verstöße bei Kontrollen in der Uckermark
Bei den Verkehrskontrollen in der Uckermark am Wochenende wurden noch weitere Fahrzeuge ohne die erforderliche Pflichtversicherung festgestellt. Die Bandbreite reichte dabei vom Pkw über Motorräder bis hin zu E-Scootern. Auch wegen des Konsums von Drogen und Alkohol müssen sich etliche Uckermärker verantworten. Der höchste gemessene Alkoholwert lag bei beeindruckenden 1,55 Promille.
Die festgestellten Drogensubstanzen waren in den meisten Fällen Cannabis und Kokain. Die Polizei leitete entsprechende Straf- und Bußgeldverfahren ein. Zwei Führerscheine wurden vor Ort sichergestellt. Die grünen Kennzeichen, wie sie der Mann verwendete, galten vor zehn Jahren. Ab 2026 benötigt man jedoch zwingend ein schwarzes Kennzeichen, wie es aktuell ausgegeben wird.



