Prozessauftakt in Stade: Vater bestreitet Anstiftung zum Mord an seiner Tochter
Vater bestreitet Mord-Anstiftung an Tochter vor Gericht

Prozessauftakt in Stade: Vater weist Vorwurf der Mord-Anstiftung an seiner Tochter zurück

Vor dem Landgericht in Stade hat ein 46-jähriger Angeklagter am Dienstag die Anstiftung zum Mord an seiner eigenen Tochter entschieden bestritten. Der Mann, der aus dem Landkreis Cuxhaven stammt, ließ über seinen Verteidiger erklären, er habe lediglich seinen 17-jährigen Sohn dazu bewegen wollen, auf die zwei Jahre ältere Schwester aufzupassen. Ein Gerichtssprecher teilte mit, der Vater habe nach eigener Darstellung seine Tochter vor schlechten Einflüssen schützen wollen.

Anklage: Vater störte sich an Lebensstil der Tochter

Laut der Anklage der Staatsanwaltschaft soll der 46-jährige Vater mit dem Lebenswandel seiner Tochter nicht einverstanden gewesen sein. Insbesondere Männerbekanntschaften und die Verbreitung von Intimfotos seien ihm ein Dorn im Auge gewesen. Die Familie lebt im Landkreis Cuxhaven, und der Sohn hatte sich aus Sorge an die Polizei gewandt, was zur Festnahme des Vaters und seiner Inhaftierung in Untersuchungshaft führte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchte Anstiftung zum Mord an der eigenen Tochter vor. Bei einer möglichen Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Die Kammer des Landgerichts führte am Dienstag aus, dass niedrige Beweggründe infrage kommen könnten, was die Schwere der Tat unterstreicht.

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Weitere Verhandlungstage und Zeugenaussagen geplant

Der 17-jährige Sohn, der den Vater ursprünglich bei der Polizei gemeldet hatte, ist auch als Zeuge in dem Prozess geladen. Seine Aussage wird entscheidend für die Aufklärung des Falls sein. Bis zum 10. April sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt, in denen die Beweislage sorgfältig geprüft und weitere Details ans Licht gebracht werden sollen.

Der Prozessauftakt hat bereits für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt, da er tiefe familiäre Konflikte und ethische Fragen aufwirft. Die Verteidigung betont weiterhin die Unschuld des Vaters, während die Anklage auf einer strengen Verfolgung der Vorwürfe beharrt.

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