Münchner Verschwörungstheoretiker wegen Holocaust-Leugnung und NS-Symbolik angeklagt
Die Generalstaatsanwaltschaft München hat einen 71-jährigen Mann aus dem Landkreis Starnberg angeklagt. Der international bekannte Verschwörungstheoretiker muss sich wegen schwerwiegender Vorwürfe verantworten. Die Ermittler sehen in ihm eine gefestigte antisemitische, rechtsextreme und fremdenfeindliche Motivation.
Vorbestrafter Mann mit weitreichender Reichweite
Der Angeklagte ist bereits mehrfach wegen ähnlicher Taten vorbestraft. Über Plattformen wie Telegram erreichten seine Videos Tausende Zuschauer. Die Staatsanwaltschaft geht von mindestens 40 konkreten Fällen aus, in denen der Mann aktiv wurde.
Ihm werden folgende Handlungen vorgeworfen:
- Die systematische Verbreitung von Verschwörungstheorien gegen Juden
- Die Leugnung des Mordes an sechs Millionen jüdischen Menschen während der NS-Diktatur
- Das Posten verfassungswidriger Symbole, darunter Hakenkreuze
Seit Oktober 2025 in Untersuchungshaft
Der 71-Jährige wurde bereits im Oktober 2025 festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Die Anklage wurde vom zentralen Antisemitismusbeauftragten beim Landgericht München II erhoben. Dieses Gericht muss nun entscheiden, ob es zu einem Hauptverfahren kommt.
Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen zeigen jedoch ein klares Muster der Volksverhetzung. Die Behörden betonen die Bedeutung solcher Verfahren im Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus.
Die Reichweite seiner Aktivitäten im Internet unterstreicht die Gefahr solcher Hetze. Die Generalstaatsanwaltschaft München arbeitet intensiv an der Aufklärung aller Vorwürfe. Ein Prozess könnte ein wichtiges Signal gegen geschichtsrevisionistische Tendenzen setzen.



