Brandenburgs Innenminister Wilke: Mehr Kameras können Cottbus sicherer machen
In zahlreichen Städten existieren Bereiche, die bei Dunkelheit als gefährlich wahrgenommen werden. Am Beispiel der brandenburgischen Stadt Cottbus erläutert Innenminister René Wilke, wie durch gezielte Maßnahmen mehr Sicherheit erreicht werden könnte.
Gezielter Ausbau der Videoüberwachung geplant
Für eine erhöhte Sicherheit in Cottbus setzt Brandenburgs Innenminister René Wilke von der SPD auf einen gezielten Ausbau der Videoüberwachung an als unsicher geltenden Orten. „Es geht ausdrücklich nicht darum, eine gesamte Stadt mit Kameras zu überziehen“, betonte Wilke nach einer Sicherheitskonferenz in Cottbus. „Aber es gibt in sehr vielen Städten, nicht nur in Brandenburg, sondern bundesweit, Orte, an denen sich Menschen unsicher fühlen.“ Dieser Zustand sei keinesfalls hinnehmbar, so der Minister weiter. Die erweiterte Videoüberwachung könne dabei einen Teil der Lösung darstellen.
Sicherheitskonferenz berät über Maßnahmen gegen Gewalt
Bei dem Treffen diskutierten Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD), Innenminister Wilke sowie Vertreter der Polizei, Staatsanwaltschaft und weiterer Behörden konkrete Schritte zur Bekämpfung von Gewalt. Der Minister kündigte an, das brandenburgische Ordnungsbehördengesetz ändern zu wollen, um Kommunen mehr rechtliche Handlungsspielräume für den Einsatz von Videokameras zu ermöglichen. Bisher sei die Nutzung rechtlich stark eingeschränkt und mit Hürden verbunden.
Herausforderungen bei Großveranstaltungen und Vereinen
Großveranstaltungen stellen nach Ansicht von Wilke aufgrund steigender Sicherheitskosten eine wachsende Herausforderung für Veranstalter und Städte dar. Bezogen auf den Fußball betonte er: „Wir müssen weiterhin darauf achten, dass Vereinen wie dem Energie Cottbus die Möglichkeit gegeben wird, Veranstaltungen handhabbar und bezahlbar zu gestalten, während gleichzeitig an der Verbesserung der Sicherheit gearbeitet wird.“ Eine Balance zwischen finanzieller Tragfähigkeit und Sicherheitsstandards sei hierbei entscheidend.
Die Sicherheitskonferenz in Cottbus unterstreicht somit das Bestreben, durch rechtliche Anpassungen und technische Mittel wie Videoüberwachung die Sicherheitslage in der Stadt zu verbessern, ohne dabei die Belastbarkeit von Veranstaltern und Vereinen aus den Augen zu verlieren.



