Wohnungsbrand in Prenzlau: Amtsrichter erlässt Haftbefehl gegen 41-Jährigen
Wohnungsbrand: Haftbefehl gegen 41-Jährigen in Prenzlau

Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus hat am vergangenen Sonnabend in Prenzlau Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei in Atem gehalten. Wie die Polizei am Montag informierte, wurde inzwischen ein Mann inhaftiert, der im Verdacht steht, den Wohnungsbrand verursacht zu haben.

Schwarze Rauchwolken alarmieren Anwohner

Was war passiert? „Uns war gegen 9.30 Uhr der Brand in einem Mehrfamilienhaus im Prenzlauer Heideweg gemeldet worden. Zu dem Einsatz gab es gleich mehrere Anrufe, unter anderem aus dem betroffenen Haus“, schilderte Christian Straßburg, Pressesprecher der Prenzlauer Feuerwehr auf Nachfrage der Redaktion. Die Anrufer hatten berichtet, dass schwarzer Rauch aus den Fenstern einer Wohnung dringt, sowohl auf der Straßen- als auch auf der Hofseite.

Als die Feuerwehrleute eintrafen, sahen sie die geschilderte Situation bestätigt. Die Bewohner des Hauses hätten sich zu diesem Zeitpunkt bereits selbst in Sicherheit gebracht. „Sie standen vor dem Haus, konnten aber nicht sagen, ob die betroffene Wohnung bewohnt ist.“ Feuerwehrleute rüsteten sich sofort für die Brandbekämpfung aus. „Ohne Atemschutzgeräte ging gar nichts. Selbst das Treppenhaus war bereits verqualmt“, so Christian Straßburg.

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Gegenstände in Flammen

Mit Gewalt mussten sich die Feuerwehrleute Zugang zur Wohnung verschaffen. „In einem Raum standen Gegenstände in Flammen.“ Ansonsten sei die Wohnung spärlich möbliert gewesen. Das Feuer habe schnell gelöscht werden können. Anschließend wurden das Treppenhaus und die Wohnung belüftet. Auch die Wohnung darüber sei von den Feuerwehrleuten vorsichtshalber noch kontrolliert worden. Dort, so Christian Straßburg, hätten aber keine Auswirkungen des Brandes festgestellt werden können.

Gegen 12 Uhr hatten die Prenzlauer und Dedelower Feuerwehrleute ihren Einsatz beenden können. Die Mieter konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Verdacht auf Vorsatz

Noch am Sonnabend hatten Polizisten mit den Ermittlungen zu dem Wohnungsbrand begonnen. Erste Erkenntnisse deuten auf Vorsatz hin, wie Marcel Patzwahl, Pressesprecher in der Polizeidirektion Ost, informierte. Nach Zeugenhinweisen sei ein 41-jähriger Deutscher in den Fokus der Ermittlungen geraten, der nach dem Brandausbruch die Szenerie verlassen hatte. Er hatte die Wohnung offenbar genutzt. „Der Mann konnte im Zuge von Fahndungsmaßnahmen in der Ortslage Prenzlau gestellt und vorläufig festgenommen werden.“

Der Mann wurde dem Staatsanwalt in Neuruppin vorgeführt, der schließlich einen Haftantrag gegen den Verdächtigen stellte. Das Amtsgericht Neuruppin folgte dem Antrag. Polizisten brachten den Mann anschließend in eine Justizvollzugsanstalt. Auf der Fahrt dorthin habe der 41-Jährige einen Polizisten tätlich angegriffen. „Der Beamte blieb jedoch unverletzt“, konnte der Polizeisprecher informieren. Doch auch dieser Vorfall werde juristische Konsequenzen nach sich ziehen.

Der entstandene Sachschaden wird auf 250.000 Euro geschätzt.

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