Yakuza-Mitglied zu 20 Jahren Haft verurteilt: Schmuggel von atomarem Material und Drogen
Yakuza-Mitglied wegen Atom-Schmuggels zu 20 Jahren Haft verurteilt

Yakuza-Mitglied muss 20 Jahre in Haft: Atomares Material für Iran im Fokus

Ein US-Gericht in New York hat ein Mitglied der japanischen Yakuza-Mafia zu einer langjährigen Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt. Der 61-jährige Takeshi Ebisawa wurde schuldig gesprochen, unter anderem waffentaugliches Plutonium an den Iran verkaufen zu wollen. Zudem war er in umfangreiche Geschäfte mit Drogen und Waffen verwickelt, wie die US-Behörden am Dienstag mitteilten.

Vielschichtige kriminelle Aktivitäten aufgedeckt

Der stellvertretende US-Justizminister für nationale Sicherheit, John Eisenberg, erklärte, Ebisawa habe versucht, "waffentaugliches Plutonium an Iran zu verkaufen und New York mit tödlichen Betäubungsmitteln zu überschwemmen". Bereits im April 2022 waren Ebisawa und sein thailändischer Mitangeklagter Somphop Singhasiri wegen Drogen- und Waffenhandels in Untersuchungshaft genommen worden. Im Februar 2024 folgte die Anklage wegen Verschwörung zum Handel mit atomarem Material für militärische Zwecke sowie mit Drogen wie Heroin und Methamphetamin aus Myanmar.

Laut Anklage wollte Ebisawa im Auftrag bewaffneter Aufständischer Rüstungsgüter, darunter Boden-Luft-Raketen, erwerben. Nach dem Verkauf von Drogen in den USA plante er, die im Gegenzug beschafften Raketen an Aufständische in Myanmar zu liefern, wie Staatsanwalt Edward Kim erläuterte. Im Januar 2025 bekannte sich Ebisawa in insgesamt sechs Anklagepunkten für schuldig. Verdeckte Ermittler der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA hatten das Yakuza-Mitglied überführt.

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Internationale sicherheitspolitische Dimension

Der Vorwurf des versuchten Verkaufs von atomarem Material an den Iran erhält angesichts der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten eine besondere Brisanz. US-Präsident hatte als einen der Gründe für den Angriff auf Iran die angebliche nukleare Bedrohung durch das Land angeführt. Belege dafür liegen jedoch bisher nicht vor.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilt mit, dass keine Belege dafür existieren, dass der Iran eine Atombombe baut. IAEA-Chef Rafael Grossi betont jedoch, dass die großen Vorräte an fast waffenfähigem Uran und die Weigerung der Regierung in Teheran, den Inspektoren vollen Zugang zu gewähren, Anlass zu großer Sorge geben. Solange der Iran nicht bei der Klärung offener Fragen helfe, könne die IAEA nicht bestätigen, dass das Atomprogramm des Landes ausschließlich friedlichen Zwecken diene.

Dieser Fall unterstreicht die grenzüberschreitenden Gefahren durch organisierte Kriminalität und die komplexen sicherheitspolitischen Herausforderungen, die mit dem illegalen Handel von nuklearem Material verbunden sind. Die Verurteilung des Yakuza-Mitglieds markiert einen bedeutenden Erfolg für die US-Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen internationale Schmuggelnetzwerke.

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