Am 11. Mai 2016 wurde die chinesische Studentin Yangjie Li in Dessau unter dem Vorwand, Hilfe zu benötigen, in ein Haus gelockt und dort von einem Paar brutal vergewaltigt und ermordet. An ihrem zehnten Todestag blickt die MZ gemeinsam mit anderen auf dieses finstere Kapitel der Stadt zurück.
Ein Rosenbusch als Gedenkstätte
In der Dessauer Hausmannstraße, nahe dem Ort, an dem Yangjie Lis Leiche gefunden wurde, wurde ein Rosenbusch gepflanzt. Hier findet an ihrem zehnten Todestag eine Gedenkveranstaltung statt. Der Vater der Ermordeten hat einen bewegenden Brief verfasst, der öffentlich gemacht wurde.
Stimmen der Beteiligten
Die MZ hat mit verschiedenen Personen gesprochen, die in den Fall involviert waren: einem Professor, einem Anwalt, einer Anwohnerin und einem Journalisten. Sie alle schildern ihre Erinnerungen an die Tat und den anschließenden Prozess. Die grausamen Details des Verbrechens haben die Stadt Dessau tief erschüttert.
Der Fall sorgte international für Aufsehen. Die Täter wurden später zu langen Haftstrafen verurteilt. Dennoch bleibt die Frage nach dem Warum und die Trauer um das junge Leben, das so gewaltsam endete. Die Gedenkveranstaltung am zehnten Todestag soll ein Zeichen des Erinnerns und der Mahnung sein.



