Zeuge belastet Verdächtige schwer: „Ich wurde ausgenutzt“ im Mordfall Fabian (8)
Zeuge belastet Verdächtige schwer im Mordfall Fabian

Zeuge belastet Verdächtige schwer: „Ich wurde ausgenutzt“ im Mordfall Fabian (8)

Im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow hat ein Zeuge gegenüber dem Nordkurier brisante Aussagen gemacht. Vor der Kamera berichtete der anonym bleibende Mann, dass die tatverdächtige Frau ihn bereits in der Nacht vor dem offiziellen Leichenfund zum Tatort bei Klein Upahl in Mecklenburg-Vorpommern geführt habe.

Die nächtliche Führung zum Tatort

Der Zeuge schilderte detailliert den Ablauf jener Nacht. „Wir haben das Auto oben am Weg stehen lassen und sind hier runter zu den Tümpel gelaufen und sie hat mir genau gesagt, wo. Und ja, und dann, ich hatte ja eine Taschenlampe mit und dann hab ich diesen Körper da gesehen“, erklärte er. Auf Nachfrage des Reporters gab er an, zwar erkannt zu haben, dass es sich um einen leblosen Körper handelte, aber nicht mit Sicherheit, dass es Fabian war. „Dass es 'n lebloser Körper ist, ja. Aber dass es Fabian ist, zu hundert Prozent nein. Also ich hätt nie im Leben erkannt, dass das Fabian ist“, so der Zeuge.

Warum wurde nicht sofort die Polizei gerufen?

Eine zentrale Frage betrifft das Verhalten nach dem Fund. Der Zeuge begründete die Entscheidung, nicht sofort die Polizei zu alarmieren, mit Überlegungen zur Glaubwürdigkeit. „Was macht man hier mitten in der Nacht an sonem abgelegenen Ort und findet eine einen Leichnam? Nee, also wie will man das erklären?“, fragte er rhetorisch. Stattdessen beschlossen sie, erst am nächsten Morgen die Behörden zu informieren.

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Das Gefühl, ausgenutzt worden zu sein

In Rückblick auf die Ereignisse äußerte der Zeuge den Verdacht, dass die Tatverdächtige seine Spuren am Tümpel platzieren wollte, weshalb sie mit seinem Auto dorthin gefahren sei. „Na, wenn man so alleine ist und sich das alles noch mal durch den Kopf gehen lässt, was hier so passiert ist, dann kommt man doch irgendwo zu dem Entschluss, dass man irgendwo ausgenutzt wurde, ne“, resümierte er mit deutlicher Betonung seiner emotionalen Belastung.

Hintergrund des Mordfalls

Die Staatsanwaltschaft Rostock hat inzwischen Mordanklage gegen die Tatverdächtige erhoben. Der Vorwurf lautet, dass sie Fabian am 10. Oktober aus seiner Wohnung gelockt, mit dem Auto zum Tatort gefahren und dort mit sechs Messerstichen getötet habe. Anschließend soll sie die Leiche des Jungen angezündet haben, um Spuren zu verwischen. Es sei betont, dass bis zu einem Gerichtsurteil für die Frau die Unschuldsvermutung gilt.

Der achtjährige Fabian wurde am 14. Oktober nach tagelanger Suche tot an einem kleinen Tümpel bei Klein Upahl gefunden. Die neuen Aussagen des Zeugen könnten den Fall nun weiter belasten und neue Ermittlungsansätze liefern.

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