Zoll entdeckt 170.000 Schmuggelzigaretten bei bundesweiten Razzien
Zoll entdeckt 170.000 Schmuggelzigaretten bei Razzien

Zollfahnder zerschlagen bundesweites Schmuggelnetzwerk

In einer groß angelegten Ermittlungsaktion ist es dem Zoll gelungen, ein mutmaßliches Schmuggelnetzwerk für Tabakwaren in mehreren Bundesländern aufzudecken. Bei umfangreichen Durchsuchungen wurden etwa 170.000 geschmuggelt Zigaretten sowie weitere illegale Tabakprodukte sichergestellt. Der entstandene Steuerschaden wird auf mehr als 500.000 Euro geschätzt.

Hauptverdächtiger bei Einreise verhaftet

Der Hauptverdächtige, ein in Kulmbach gemeldeter Mann, wurde bereits am 8. Februar bei der Einreise aus Tschechien festgenommen und sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Laut Angaben des Zollfahndungsamts München soll er in großem Ausmaß unverzollte und unversteuerte Tabakwaren beschafft und bundesweit weiterverkauft haben. Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen 16 Männer im Alter von 23 bis 43 Jahren, die in Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen aktiv gewesen sein sollen.

Umfangreiche Durchsuchungen am 10. Februar

Am 10. Februar durchsuchten Zollfahnderinnen und Zollfahnder 17 Wohnungen, Lagerstätten und Geschäftsräume von mutmaßlichen Lieferanten, Händlern und Abnehmern. Dabei wurden nicht nur etwa 850 Stangen zu je 200 Stück Schmuggelzigaretten entdeckt, sondern auch 245 Kilogramm illegal hergestellter Wasserpfeifentabak, gut 200 Gramm Marihuana sowie zahlreiche Materialien für die Herstellung von Wasserpfeifentabak. Zudem fanden die Ermittler unversteuerte E-Zigaretten, sogenannte Vapes.

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Verdächtige in mehreren Bundesländern

Der Hauptbeschuldigte soll bei seinen Taten mit einem 29-Jährigen aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern sowie einem 30-Jährigen aus Happurg in Bayern zusammengearbeitet haben. Die mutmaßlichen Abnehmer saßen vor allem im sächsischen Chemnitz sowie in Straubing und Hersbruck in Bayern. Als mutmaßliche Lieferanten werden ein 29 und ein 43 Jahre alter Mann aus Aschaffenburg in Franken und aus Essen in Nordrhein-Westfalen genannt. Die Ermittlungen wegen Verdachts der Steuerhehlerei laufen seit Juli des vergangenen Jahres und haben nun zu diesen umfangreichen Beschlagnahmungen geführt.

Die Zollbehörden betonen, dass solche Schmuggelaktivitäten nicht nur erhebliche Steuerschäden verursachen, sondern auch den legalen Handel beeinträchtigen und gesundheitliche Risiken durch unkontrollierte Produkte bergen. Die Durchsuchungen zeigen die intensive Arbeit der Fahnder, um solche kriminellen Netzwerke zu zerschlagen und die öffentlichen Kassen zu schützen.

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