Zweiter Geldautomaten-Anschlag in Rostock innerhalb kurzer Zeit
Im Nordwesten von Rostock ist innerhalb weniger Tage zum zweiten Mal ein Geldautomat Ziel eines Sprengstoffanschlags geworden. In der Nacht zu Montag versuchten Unbekannte, einen Bankautomaten im Stadtteil Groß Klein zu sprengen. Die Tat ereignete sich gegen 3 Uhr, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Täter flüchtig – Polizei fahndet intensiv
Die Täter konnten unerkannt entkommen und sind weiterhin flüchtig. Die Polizei hat jedoch die Fahndung nach den Tatverdächtigen aufgenommen und ermittelt nun wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Ob die Täter bei diesem jüngsten Vorfall tatsächlich Beute machen konnten, ist laut den Ermittlern noch unklar.
Der angegriffene Geldautomat in Groß Klein wurde nach ersten Erkenntnissen nicht so stark zerstört wie bei einem ähnlichen Vorfall nur eine Woche zuvor. Dennoch zeigt die Wiederholungstat ein besorgniserregendes Muster im Rostocker Nordwesten.
Erster Anschlag vor einer Woche in Lütten Klein
Bereits in der Nacht zum 16. Februar hatten Unbekannte im benachbarten Stadtteil Lütten Klein einen Bankautomaten gesprengt. Dieser befand sich in der Talliner Straße in der Nähe eines Einkaufsmarktes und unmittelbar neben der Stadtautobahn.
Bei dieser ersten Attacke war der Automat durch die Detonation, die sich gegen 5 Uhr ereignet hatte, schwer beschädigt worden. Die Explosion war so heftig, dass Teile des Geldautomaten viele Meter weit geschleudert wurden. Das gesamte Umfeld musste daraufhin weiträumig abgesperrt werden, um die Sicherheit von Passanten zu gewährleisten.
Auch nach diesem ersten Anschlag konnten die Täter nicht gefasst werden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei beiden Vorfällen möglicherweise um dieselbe Tätergruppe handeln könnte, was die Ermittlungen nun zusätzlich beschleunigt.
Besorgnis über Serie von Geldautomaten-Angriffen
Die beiden Sprengstoffanschläge innerhalb einer Woche im Rostocker Nordwesten haben bei den Behörden und der Bevölkerung Besorgnis ausgelöst. Die Polizei hat ihre Präsenz in den betroffenen Stadtteilen verstärkt und bittet Zeugen, sich mit möglichen Hinweisen zu melden.
Die Ermittler prüfen derzeit, ob es Verbindungen zu ähnlichen Straftaten in anderen Regionen gibt. Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass solche Angriffe auf Geldautomaten nicht nur erheblichen Sachschaden verursachen, sondern auch eine ernste Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen.
Die Polizei Rostock setzt alle verfügbaren Ressourcen ein, um die flüchtigen Täter zu identifizieren und festzunehmen. Gleichzeitig werden Banken und Geldinstitute aufgefordert, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verstärken.



