Berliner Döner-Imbisse senken Preise punktuell
Nach Jahren stetiger Preisanstiege für den beliebten Döner zeigen sich in der Hauptstadt nun erste Rückgänge. Einzelne Imbissbetriebe haben ihre Preise zuletzt um 50 Cent bis zu einem Euro pro Portion reduziert. Diese Entwicklung betrifft jedoch nicht alle Anbieter gleichermaßen und stellt laut Experten keine flächendeckende Trendwende dar.
Hähnchendöner als Preistreiber
Besonders auffällig sind die Preisrückgänge beim traditionell stark vertretenen Hähnchendöner. Erdogan Koc vom Verband der Dönerproduzenten Deutschland erklärt: "Hier haben wir in den vergangenen Monaten deutliche Preisrückgänge im Einkauf von Geflügelfleisch gesehen, was den Betrieben temporär Spielraum verschafft hat." Diese temporäre Entlastung ermöglicht es einigen Imbissen, ihre Preise anzupassen.
Differenziertes Bild in Berliner Bezirken
Die Situation präsentiert sich in den verschiedenen Berliner Bezirken höchst unterschiedlich:
- Neueröffnungen arbeiten verstärkt mit attraktiven Preisen
- Etablierte Standorte halten ihre Preise eher stabil
- Das große Überangebot an Döner-Imbissen in Berlin bleibt bestehen
Koc betont: "Einige Anbieter versuchen, sich über den Preis zu positionieren oder Nachfrageschwächen zu kompensieren." Dies führt zu einem heterogenen Preismarkt innerhalb der Stadt.
Keine dauerhafte Entspannung in Sicht
Trotz der punktuellen Preissenkungen bleibt die grundsätzliche Kostenbasis hoch. Folgende Faktoren verhindern eine nachhaltige Preissenkung:
- Steigende Preise für Rind- und Kalbfleisch (laut Statistischem Bundesamt um fast ein Viertel im Januar)
- Hohe Personalkosten
- Weiterhin steigende Mietpreise
Eine dauerhafte Kostensenkung hält Koc daher für unwahrscheinlich. Die aktuellen Preisanpassungen stellen eher eine temporäre Reaktion auf günstigere Einkaufspreise bei Geflügelfleisch dar als eine grundlegende Marktveränderung.



