Emotionales Erbstück bei Bares für Rares: Holzschränkchen erzielt Wunschpreis
Bares für Rares: Erbstück-Holzschränkchen begeistert Händler

Emotionales Erbstück begeistert bei Bares für Rares

Die beliebte ZDF-Sendung Bares für Rares präsentierte am Mittwoch, dem 16. März 2026, wieder faszinierende Fundstücke mit bewegenden Geschichten. Moderator Horst Lichter führte durch eine Folge voller skurriler und historisch wertvoller Raritäten, die das Expertenteam sorgfältig begutachtete.

Holzschränkchen mit bewegter Vergangenheit

Das Highlight der Sendung war ein besonderes Erbstück von Vanessa aus der Nähe von Aalen in Baden-Württemberg. Sie brachte ein kleines Holzschränkchen mit zahlreichen Schubladen mit, das einst ihrem Großvater gehörte. Der Opa war früher Schauwerbegestalter und erwarb das Stück aus einem Wäschegeschäft, wo es jahrelang im Einsatz war, erklärte Vanessa die emotionale Bedeutung.

Kunsthistorikerin Dr. Bianca Berding datierte das aus Pitch-Pine-Holz gefertigte Möbelstück auf die Zeit zwischen 1910 und 1930. Die vollständig erhaltenen Wäschezeichen machen es zu einer echten Rarität, betonte die Expertin. Die Sammlung umfasst:

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  • Frakturschrift aus der Zeit vor 1940
  • Schreibschrift der 1920er bis 1950er Jahre
  • Verpackungen für internationalen Handel ab den 1950ern

Trotz deutlicher Gebrauchsspuren und fehlender Griffe taxierte Dr. Berding den Wert auf 500 bis 600 Euro. Im Händlerraum entwickelte sich ein intensives Bietduell, das bei 100 Euro startete und schnell anstieg. Besonders Elke Velten-Tönnies zeigte großes Interesse und ersteigerte das Schränkchen schließlich für genau 500 Euro – damit erzielte Vanessa ihren kompletten Wunschpreis.

Weitere bemerkenswerte Raritäten

Neben dem emotionalen Erbstück wurden in der Sendung weitere historische Objekte präsentiert:

  1. Erzgebirge-Spieluhr Engelwiegegruppe: Rene aus Münster brachte eine handgeschnitzte und handbemalte Spieluhr von Wendt & Kühn mit, die zwischen 1972 und 1987 gefertigt wurde. Das Stück enthält eine seltene Fehlprägung und wurde von Detlev Kümmel auf 200 bis 250 Euro geschätzt.
  2. Friesenschmuck-Konvolut: Evelyn und Klaus aus Berlin stellten eine Sammlung aus Brosche, Ring, Collier und Armband vor. Der 585er-Goldschmuck wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren auf den Ostfriesischen Inseln erworben und zeigt maritime Motive. Expertin Wendela Horz taxierte das Konvolut auf 2.200 bis 2.500 Euro.
  3. Skulptur Gießer: Silvia und ihr Vater Heinz präsentierten eine eindrucksvolle Darstellung zweier Arbeiter beim Metallguss. Die um 1900 entstandene Skulptur der Gelsenkirchener Guss- und Eisenwerke besteht aus Zinn- oder Bleiguss und wurde auf 100 bis 150 Euro geschätzt.
  4. Siemens & Halske Mutteruhr: Vanessa und ihr Vater Rainer aus Nürnberg brachten eine seltene Messinguhr mit, die um 1900 gefertigt wurde. Das Uhrwerk steuerte über elektromagnetische Impulse mehrere Nebenuhren und protokollierte Abläufe auf Lochstreifen. Detlev Kümmel setzte die Schätzung auf 500 bis 800 Euro an.

Die Sendung Bares für Rares hat sich über die Jahre zu einer festen Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen entwickelt. Horst Lichter moderiert regelmäßig durch skurrile und faszinierende Raritäten, die nicht nur materiellen, sondern auch emotionalen Wert besitzen. Die heutige Folge zeigte einmal mehr, wie persönliche Geschichten und historische Objekte zusammenkommen können.

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