Capital Bra streamt Drogenabsturz live aus Krankenwagen – Kurz zuvor Mega-Strafe für Glücksspielwerbung
Capital Bra: Drogenabsturz live gestreamt – Rapper in Klinik

Rapper Capital Bra filmt eigenen Drogennotfall live aus Rettungswagen

In der Nacht von Sonntag auf Montag sorgte der deutsche Rapper Capital Bra für einen verstörenden Livestream auf der Plattform TikTok. Der 31-jährige Musiker dokumentierte seinen eigenen Drogenabsturz live aus einem fahrenden Krankenwagen, während er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Nur wenige Stunden zuvor hatte der erfolgreiche Künstler eine erhebliche Geldstrafe in Höhe von 250.000 Euro von der Glücksspielbehörde erhalten.

Verwirrter Zustand und Hilferufe während der Fahrt

Laut übereinstimmenden Medienberichten befand sich Capital Bra in einem desorientierten Zustand und rief während der Aufnahmen mehrfach um Hilfe. In dem Video war zu hören, wie ein Rettungssanitäter versuchte, den Rapper zu beruhigen: "Wir helfen dir, das haben wir doch gesagt. Jetzt sind wir gleich am Krankenhaus. Bleib ganz entspannt. Alles gut". Der Sanitäter bemerkte jedoch bald, dass er gefilmt wurde, und reagierte sichtlich verärgert darauf.

Fortsetzung des Streams im Krankenhaus und Drogen-Geständnis

Selbst nach der Ankunft in der Klinik setzte Capital Bra den Livestream vorübergehend fort. Dabei war zu hören, wie ein behandelnder Arzt ihn direkt nach seinem Drogenkonsum befragte. Auf die Frage "Was haben Sie denn für Drogen genommen?" antwortete der Rapper offen: "Xanax, Tilidin, Kokain". Auf die Nachfrage, wann der Konsum stattgefunden habe, entgegnete er: "Gerade jetzt!". Kurz darauf brach das Video ab.

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Spätere Stellungnahme des Rappers und seines Managers

Einige Stunden später meldete sich Capital Bra selbst via Instagram-Story zu dem Vorfall. Zu diesem Zeitpunkt hatte er das Krankenhaus bereits verlassen und saß mit seinem Manager im Auto. Er entschuldigte sich bei seinen Fans: "Leute, sorry. Ich wollte euch nicht zu viele Sorgen machen". Gleichzeitig betonte er die Ernsthaftigkeit der Situation: "Das hätte mich mein Leben kosten können".

Sein Manager Drilon Cocaj äußerte sich ebenfalls auf Instagram und erklärte: "Er ist ein sehr guter Junge, aber er hat leider eine Macke manchmal, was die Drogen angeht". Demnach sei der Musiker nach längerer Abstinenz "wieder abgerutscht gestern". Laut Manager befinde sich Capital Bra inzwischen wieder zuhause und es gehe ihm gut.

Parallel laufendes Verfahren der Glücksspielbehörde

Nur Stunden vor dem Drogenvorfall hatte Capital Bra nach einem Club-Konzert in Wiesbaden ein Zwangsgeld von 250.000 Euro von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) erhalten. Die Behörde mit Sitz in Halle führt seit Oktober 2025 ein Verfahren gegen den Rapper wegen Werbung für illegales Online-Glücksspiel.

Laut GGL filmte sich Capital Bra in der Vergangenheit mehrfach dabei, wie er an unerlaubten Online-Glücksspielangeboten teilnahm, und verbreitete diese Aufnahmen in Livestreams und Videos auf seinen Social-Media-Kanälen. Darüber hinaus bewerbe der 31-Jährige entsprechende Webseiten dauerhaft über eine Vergleichsseite für illegale Online-Glücksspielanbieter.

Ronald Benter, Vorstand der GGL, betonte in einer Pressemitteilung: "Wir schrecken auch vor bekannten Namen nicht zurück. Wer illegales Glücksspiel bewirbt, muss mit konsequenten behördlichen Maßnahmen rechnen". Ob ein Zusammenhang zwischen dem Drogenabsturz und der Strafe der Glücksspielbehörde besteht, ist derzeit nicht bekannt.

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