Skandal bei Deutscher Welle: Steuerfinanzierte Reporter verbreiteten Terrorpropaganda
Der steuerfinanzierte Auslandssender Deutsche Welle (DW) steht nach BILD-Recherchen im Zentrum eines schwerwiegenden Skandals. Zwei freiberufliche Korrespondenten des Senders haben auf ihren öffentlich zugänglichen Social-Media-Profilen antisemitische und terroristische Inhalte geteilt, gefeiert und verbreitet. Beide Journalisten wurden mit deutschem Steuergeld bezahlt, während sie gleichzeitig die Auslöschung Israels forderten und islamistischen Terror glorifizierten.
Fall Amal Saqr: Irak-Korrespondentin feierte Hamas-Massaker
Amal Saqr, eine als Freiberuflerin für die DW tätige Irak-Korrespondentin, zeigte auf ihrem Facebook-Profil ein erschreckendes Muster antisemitischer Hetze. Bereits am Tag des verheerenden Hamas-Terrorangriffs auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem etwa 1200 Menschen ermordet und 250 als Geiseln genommen wurden, bezeichnete sie den damaligen US-Präsidenten Joe Biden als "zionistischen Hund".
Ihre Aktivitäten setzten sich fort:
- Sie teilte eine Landkarte, auf der der Staat Israel nicht mehr existierte und das Gebiet als palästinensisch deklariert war
- Im Oktober 2024 feierte sie erfundene Meldungen über angebliche Entführungen israelischer Diplomaten als "beste Nachricht"
- Noch im Februar 2026 stellte sie sich öffentlich hinter das iranische Regime und strich Israel als "zionistische Entität" durch
Fall Mohammed Al-Kahlout: Gazareporter glorifizierte Terroristen
Der zweite Fall betrifft Mohammed Al-Kahlout, einen freiberuflichen Reporter aus dem Gazastreifen, der für die DW über den Hamas-Krieg gegen Israel berichtete. Auf seinem Instagram-Account fanden sich zahlreiche problematische Inhalte:
- Islamistische Terroristen wurden als "Freiheitskämpfer" bezeichnet und glorifiziert
- Ein Foto zeigte eine romantische Szene, in der eine Frau einen Kämpfer küsst, umrahmt vom roten Dreieck - dem Todes-Symbol der Hamas
- Mehrere Landkarten zeigten das Gebiet ohne den jüdischen Staat Israel
Besonders brisant: Al-Kahlout wurde in mehreren dieser Posts nicht einfach nur markiert, sondern aktiv als Co-Ersteller geführt. Laut Instagram-Richtlinien muss eine Person explizit zustimmen, bevor ein solcher Beitrag auf ihrer Seite erscheint.
DW reagiert nach BILD-Anfrage - interne Prüfung läuft
Nach den BILD-Anfragen zog die Deutsche Welle Konsequenzen. Eine DW-Sprecherin erklärte zu Amal Saqr: "Die DW wird sie bis auf Weiteres nicht beauftragen." Sie betonte, Saqr sei seit 2025 nur testweise für den Sender tätig gewesen und es bestehe keine dauerhafte Zusammenarbeit.
Zu Mohammed Al-Kahlout hieß es zunächst, er habe sich von den Posts distanziert und behauptet, lediglich markiert worden zu sein. Nach der Konfrontation mit den Tatsachen erklärte die DW: "Wir prüfen den Sachverhalt eingehend. Während dieser Prüfung wird Mohammad A. nicht beauftragt."
Fragwürdige Einstellungspraxis trotz Werte-Check
Die Deutsche Welle verteidigte ihr Einstellungsverfahren mit einem "umfassenden Konzept des wertebasierten Recruitings". Seit März 2023 würden bei externen Einstellungen auch Social-Media-Profile geprüft, wobei öffentliche, beruflich genutzte Accounts bis zu sechs Monate zurück gesichtet würden.
Dennoch räumte die Sprecherin ein: "Die DW kannte die genannten Posts auf den privaten Social-Media-Kanälen der beiden nicht." Diese Posts würden den Werten der DW, dem Verhaltenskodex für Mitarbeiter und der "Declaration of Values" für Geschäftspartner widersprechen.
Die zentrale Frage bleibt unbeantwortet: Warum beauftragte ein mit Steuermitteln finanzierter Auslandssender Reporter, auf deren öffentlichen Profilen seit Jahren terroristische und antisemitische Propaganda zu sehen war? Die interne Prüfung der Deutschen Welle muss nun klären, wie es zu diesem gravierenden Versagen der Personalauswahl kommen konnte.



