Gewalt gegen Journalisten in Jerusalem: Polizei attackiert Reporter und zerstört Kameras
Gewalt gegen Journalisten in Jerusalem: Polizei attackiert Reporter

Gewalt gegen Journalisten in Jerusalem: Polizei attackiert Reporter und zerstört Kameras

Der israelische Journalistenverband hat schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. In der Nacht zum 18. März 2026 sollen israelische Polizisten in Jerusalem gewaltsam gegen mehrere Reporter vorgegangen sein. Unter den Betroffenen befanden sich auch Fotografen internationaler Medien. Besonders gravierend: Eine Produzentin des US-Senders CNN erlitt dabei einen Handgelenksbruch.

Der Verband zeigte sich in einer offiziellen Stellungnahme "entsetzt über das Vorgehen der Polizei in Jerusalem in der vergangenen Nacht". Die Beamten hätten ohne jede Vorwarnung mehrere Journalisten attackiert und deren professionelle Ausrüstung mutwillig zerstört. Darüber hinaus beschlagnahmten sie Speicherkarten, auf denen ihr eigenes Vorgehen dokumentiert war.

Kameramann geschlagen und Ausrüstung zertrümmert

Laut dem Jerusalem-Korrespondenten der israelischen Zeitung "Haaretz" ereigneten sich die Vorfälle im arabischen Ostteil der Stadt. Dort hatten Einsatzkräfte zuvor mit Gewalt Dutzende versammelte Palästinenser auseinandergetrieben. Ein chinesischer Kameramann, der diese Szenen filmte, wurde daraufhin von Polizisten attackiert.

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Ein palästinensischer Kollege, der dem Kameramann zu Hilfe eilen wollte, wurde ebenfalls angegriffen. Seine professionelle Kamera wurde zertrümmert, die darin enthaltenen Speicherkarten konfisziert. Die Polizei begründete ihr Vorgehen damit, dass die Journalisten die öffentliche Ordnung gestört hätten und sich nicht ausreichend als Reporter identifiziert hätten.

Polizei prüft Vorwürfe intern

Nach Angaben der Behörden habe die Versammlung vor Ort gegen spezifische Anweisungen des Heimatschutzkommandos verstoßen, die für Kriegszeiten gelten. Auf Nachfrage teilte die Polizei mit, man prüfe die erhobenen Vorwürfe derzeit intern. Der Journalistenverband fordert jedoch nicht nur Untersuchungen, sondern auch konkrete Konsequenzen für die beteiligten Polizisten.

Die Vorfälle werfen ernste Fragen zur Pressefreiheit und zum Schutz von Journalisten bei Einsätzen der Sicherheitskräfte auf. Internationale Medienorganisationen beobachten die Entwicklung mit großer Sorge, da ausländische Reporter direkt betroffen waren. Die beschlagnahmten Speicherkarten mit Beweismaterial bleiben vorerst in polizeilichem Gewahrsam.

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