Gold-Erbstück bei „Bares für Rares“: Ehepaar aus Stralsund erzielt überraschend hohen Erlös
Gold-Erbstück bringt Ehepaar aus MV hohe Summe

Gold-Erbstück bei „Bares für Rares“: Ehepaar aus Stralsund erzielt überraschend hohen Erlös

Ein Ehepaar aus der Hansestadt Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern hat bei der beliebten ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ eine bemerkenswerte Erfahrung gemacht. Helmut und Annemarie Köhler reisten mit einem geerbten Goldarmband zur Sendung und konnten im Händlerraum einen unerwartet hohen Verkaufserlös erzielen.

Weite Anreise und herzlicher Empfang

Die Köhlers legten für ihren Auftritt in der Sendung eine Strecke von rund 800 Kilometern zurück – von ihrer Heimatstadt Stralsund bis ins Walzwerk von Puhlheim bei Köln. Moderator Horst Lichter zeigte sich begeistert von dem Ehepaar, das seit über 55 Jahren verheiratet ist und Hand in Hand zum Expertentisch ging. „Das ist ein Liebespärchen. Das mag ich so gerne sehen“, schwärmte Lichter gegenüber seiner Schmuckexpertin Wendela Horz.

Das wertvolle Erbstück

Das mitgebrachte Goldarmband hatte Helmut Köhler einst von einer Tante geerbt. Schmuckexpertin Wendela Horz identifizierte das Stück als in den 1960er-Jahren in der norditalienischen Region Vicenza gefertigt, einer bekannten Hochburg der Schmuckherstellung. Hersteller war die Firma Gruppach Orfeo.

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Das Armband wurde in 750er-Gold gefertigt, was einer hochwertigen Legierung entspricht. Die Basis entstand in der aufwendigen Milanaise-Technik aus fein verflochtenen Metallmaschen, während die Oberseite mit Blüten-, Pyramiden- und runden Formen aus Gold verziert ist. Horz bewertete den Zustand des Schmuckstücks als sehr gut.

Begeisterung im Händlerraum

Händlerin Elisabeth Nüdling zeigte sich von dem Armband begeistert: „Ein klassisches, italienisches, gute Laune, immer zu tragendes Goldarmband.“ Sie lobte insbesondere die wunderbare Flexibilität und die handwerkliche Qualität. Angesichts des 750er-Goldes kommentierte Händler Julian Schmitz-Avila mit den Worten: „Mein lieber Scholli!“

Spannende Versteigerung mit überraschendem Ergebnis

Die Versteigerung begann mit einem Startgebot von 4.700 Euro durch Julian Schmitz-Avila. Schnell stiegen David Suppes und Elisabeth Nüdling in das Bietergefecht ein. Am Ende sicherte sich die sympathische Schmuckhändlerin und promovierte Kunsthistorikerin Nüdling das prächtige Armband für 5.250 Euro – deutlich über dem ursprünglichen Wunschpreis von 5.000 Euro, den Annemarie Köhler in Anlehnung an den Goldpreis genannt hatte.

2.000 Euro konnten die Stralsunder bar mitnehmen, den Rest wollte Elisabeth Nüdling überweisen. Annemarie Köhler zeigte sich nach der Verhandlung überglücklich: „Ich möchte am liebsten der ganzen Welt erzählen, wie schön das hier ist.“

Persönlicher Hintergrund des Ehepaares

Helmut Köhler war vor seinem Ruhestand ein Vierteljahrhundert für die Straßenverkehrsanlagen in Stralsund zuständig. Seine Ehefrau Annemarie arbeitete als Lehrerin und geht seit 42 Jahren einem anspruchsvollen Hobby als Sängerin in der Singakademie Stralsund nach. Ihr Mann widmet sich in seiner Werkstatt der Anwendung erneuerbarer Energien für die private Stromversorgung.

Verwendung des Erlöses

Der Erlös aus dem Verkauf des Goldarmbandes soll insbesondere den beiden Söhnen der Köhlers zugutekommen. Das Geld fließt in notwendige Baumaßnahmen in deren Häuser, was die Familie zusätzlich freut.

Die Sendung „Bares für Rares“ wird seit mehr als zehn Jahren von Horst Lichter moderiert und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Erfolgsgeschichten wie die der Köhlers aus Stralsund tragen dazu bei, dass ein Ende der erfolgreichen Trödelshow nicht abzusehen ist.

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