Grimme-Preis ehrt RTL2-Dokumentation über den Mord an Yangjie Li
Große Anerkennung für eine bewegende journalistische Arbeit: Die RTL2-Produktion „Hass. Hetze. Hoffnung.“ wird am 24. April in Marl mit dem renommierten Grimme-Preis in der Kategorie Information & Kultur ausgezeichnet. Der zweiteilige Dokumentarfilm setzt sich intensiv mit dem Mord an der chinesischen Studentin Yangjie Li im Jahr 2016 in Dessau auseinander und beleuchtet dabei Themen wie Alltagsrassismus und stereotyper Sexualisierung gegenüber asiatisch gelesenen Menschen.
Eine tiefgehende Aufarbeitung eines tragischen Falls
Yangjie Li wurde 2016 in Dessau missbraucht und brutal ermordet, ein Verbrechen, das die gesamte Region schwer erschütterte. Der Dokumentarfilm, realisiert von den Autorinnen Linda Kokkores und Lillian Malan, Autor Philipp Link sowie den Regisseurinnen Claudia Tuyet Scheffel und Quynh Lê Nguyen in Zusammenarbeit mit Neos Film, geht über die bloße Darstellung des Falls hinaus. Er untersucht die gesellschaftlichen Folgen und fördert eine kritische Diskussion über Rassismus und Vorurteile in Deutschland.
Konstanze Beyer, Programmdirektorin Factual & Doku und Chefredakteurin bei RTL2, gratulierte dem Team herzlich: „Von Anfang an hat uns die innovative Umsetzungsidee überzeugt. Der Grimme-Preis würdigt diese herausragende journalistische und filmische Leistung und honoriert unser Bemühen, relevante gesellschaftliche Themen aufzugreifen.“
Förderung junger Talente durch das „Doku Lab“
Die Produktion entstand im Rahmen des „Doku Lab“ von RTL2, einem Projekt, das außergewöhnliche journalistische Arbeiten von Freelancern und jungen Dokumentarfilmern von der Recherche bis zur Umsetzung fördert. RTL2 arbeitet derzeit an einer Weiterentwicklung dieses Konzepts, um das „Doku Lab“ in angepasster Form fortzuführen und weiterhin innovative Inhalte zu unterstützen.
Beide Folgen von „Hass. Hetze. Hoffnung.“ sind aktuell bei RTL+ abrufbar und bieten Zuschauern die Möglichkeit, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Die Auszeichnung mit dem Grimme-Preis unterstreicht die Bedeutung solcher Produktionen für die gesellschaftliche Debatte und die Aufklärung über strukturelle Probleme.



